26.07.2018
Pressespiegel

Wasserfabrik

Erstellt von DOMINIK KALTENBRUNN

Wie kommt das Wasser in die Flasche? Die MITTELBADISCHE PRESSE hat

sich bei Peterstaler Mineralquellen umgesehen.

Es ist ein ewiger Kreislauf und ein zukunftssicheres Geschäftsmodell: Regenwasser fällt zur Erde und versickert über Jahrhunderte durch Erd- und Gesteinsschichten. Im Renchtal fördert das Unternehmen Peterstaler Mineralquellen dieses Wasser wieder zu Tage, füllt es in Flaschen ab und verkauft es. Ich stehe gemeinsam mit Wolfgang Sum, technischer Leiter der Firma, und Klaus Bähr, dem Geschäftsführer, in einem Keller unter den Firmenanlagen in Bad Peterstal vor einem der vielen Tiefbrunnen, die das Ortenauer Unternehmen verwendet. Dazu haben wir eine Lagerhalle mit riesigen Wassertanks durchquert, mussten über eine Treppe zwei mehrere Meter große Wasserleitungen übersteigen und schließlich eine enge Kellertreppe hinabsteigen. Hier ragt ein metallisches Rohr des Tiefbrunnens aus dem Boden. Es ist verschlossen, kleinere Leitungen führen das hochgepumpte Wasser weiter in ein Verteilungssystem auf dem Firmengelände. "Diese Quelle ist 283 Meter tief gebohrt ", erklärt Sum. In Bad Peterstal gibt es keinen unterirdischen See, der angezapft wird, sondern Kluftgebirge: "Das Wasser lagert also in Spalten und Klüften. Je tiefer eine Quelle ist, desto näher reicht sie zum Magma im Erdinneren. Daher sind dann auch mehr Minerale in dem Wasser gelöst", erklärt er. Das Regenwasser nimmt während des Versickerungsprozesses Minerale von den Gesteinsschichten auf, je nach Region und vorliegendem Gesteinstyp unterscheiden sich die Arten und Mengen der gelösten Stoffe. "Hier im Schwarzwald haben wir vor allem Granit und Gneis. Vorkommende Minerale sind etwa Hydrogencarbonat, Magnesium, Sulfat, Natrium oder Calcium. Auf den einzelnen Flaschen muss genau gekennzeichnet sein, aus welcher Quelle und mit welchen Prozentanteilen Minerale in dem abgefüllten Wasser vorhanden sind." Sum füllt über einen Zapfhahn Plastikbecher mit dem quellfrischen Wasser aus dem Gestein ab, wir dürfen es probieren. Es schmeckt viel würziger, als ich es aus dem Alltag gewohnt bin. Vor allem die Eisenanteile kann man auf der Zunge deutlich spüren. Das Eisen wird später herausgefiltert, da das Wasser sonst oxidieren und sich braun verfärben würde. "Das Wasser hier ist etwa 50 bis 100 Jahre alt, seit es per Regen auf die Erde fiel. Das unterscheidet sich aber von Quelle zu Quelle", erklärt der technische Leiter. Beim Abzapfen tropft etwas Wasser auf den Boden. Man sollte nicht verschwenderisch damit umgehen, ergänzt er. "Ohne Wasser gibt es kein Leben. Eines Tages wird es vielleicht Kriege um Wasser geben." Die Temperatur und Durchflussmenge des austretenden Wassers wird ständig überwacht, ebenso die Entnahmemengen, berichtet Bähr. "Mineralwasser ist ein reines Naturprodukt aus geschützten unterirdischen Beständen, nichts wird zugesetzt oder gefiltert. Erlaubt ist nur, Kohlensäure zu entziehen oder beizugeben sowie das Wasser zu entschwefeln und zu ent eisen", sagt der Geschäftsführer. Leitungen transportieren das geförderte Wasser von den einzelnen Quellen in die große Produktionshalle der Firma. Dort wird es von zwei hochmodernen Abfüllanlagen, eine für Glasflaschen, die andere für PETFlaschen, in zwei getrennten Kreisläufen in die Flaschen verteilt. Das Unternehmen besteht seit 1926 und war jahrzehntelang in Familienbesitz. In den letzten drei Jahren hat die Firma, die 180 Mitarbeiter beschäftigt, 20 Millionen Euro investiert, berichtet Sum. Maximale Produktionsleistung sind pro Stunde 30 000 Glas- und 20 000 Plastikflaschen. Das Sortiment des Mineralwasserherstellers umfasst knapp 100 Produkte, darunter auch Schorlen und Säfte, berichtet der Geschäftsführer. Um die große Produktionshalle zu betreten, müssen wir aus hygienischen Gründen weiße Kopfhauben anziehen. Durch eine Sicherheitstür betreten wir die Halle über eine Galerie von oben. Wir blicken auf endlose Rollbänder mit Glasflaschen, die verschiedene Stationen durchlaufen, Blinklichter leuchten, hydraulische Greifarme versetzen dutzende Flaschen auf einmal von einem Band auf ein anderes, der Raum ist von einem lauten Brummen und vom Klirren der Glasflaschen erfüllt. Mitten durch den Raum sausen leere Plastikflaschen, die per Luftgebläse und Unterdruck unter Schienen entlanggleiten. Sie fliegen so schnell durch die Luft, dass man die einzelnen Flaschen mit bloßem Auge nicht unterscheiden kann. Außerdem herrscht in der Halle eine große Hitze, man fühlt sich wie in einer Sauna. An den vollautomatischen Maschinen arbeiten nur noch zwei bis drei Mitarbeiter, früher waren es 20. Für die Verbliebenen gebe es abgekühlte Arbeitsbereiche in der Produktionshalle, kommentiert Sum die Hitze. Über Touchpads bedienen sie die Anlagen, die auch videoüberwacht sind. Auf den ersten Blick wirkt die Halle damit fast menschenleer. Wir steigen eine Treppe hinab und stehen mitten auf der mehrere Meter hohen und langen Spülmaschine für die Glasflaschen. Die vibrierende Decke ist deutlich zu spüren, wir müssen die Köpfe zusammenstecken, um uns gegenseitig verstehen zu können. Von links kommen leere Glasflaschen über Laufbänder herangefahren, Lkw haben dieses Leergut angeliefert. Knapp 9000 Flaschen reinigt die überdimensionierte Spülmaschine in 20 Minuten auf einmal, sagt Sum. In Fünferreihen transportiert ein weiteres Band die frisch geputzten Flaschen an eine Prüfstation, wo sie ein Lasersensor auf Makel überprüft. Es blitzt jeweils hell, wenn eine neue Reihe in der Kontrolle ist. Dann geht es weiter in die Abfüllanlage, wo das geförderte Mineralwasser in die Flaschen gelangt. Während wir zu der PET-Anlage laufen, muss ich mit meinen Straßenschuhen aufpassen, auf dem teilweise nassen Boden nicht auszurutschen. Eine Presse zerstört die leeren PET-Flaschen zu Flocken. Aus Rohlingen, die ein bisschen wie Reagenzgläser aussehen, werden die auf 120 Grad Celsius erhitzten Flocken mit etwa 21 Bar zu den verschiedenen Flaschengrößen maschinell aufgeblasen. "Das Verfahren ist hygienisch einwandfrei, da jede Flasche immer neu hergestellt wird", sagt Sum. Die fertigen und gefüllten Flaschen kommen über einen unterirdischen Tunnel in ein benachbartes Zwischenlager. Von dort aus fahren Lkw die Produkte zum zentralen Lager nach Nußbach und dann weiter zu den Kunden. Von dort werden die Produkte als Leergut zurückkommen. Der Kreislauf geht weiter

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