16.02.2013
Pressespiegel

Nur eins nach dem anderen realisierbar

Erstellt von Schwarzwälder Bote

Der SchwaBo sprach mit Hornbergs Bürgermeister Siegfried Scheffold über die Weiterentwicklung Hornbergs

Hornberg. »Die Stadt Hornberg ist derzeit eine Broßbaustelle«, hieß es sinngemäß bei der diesjährigen Fasnet. In der Tat werden in diesem und in den kommenden Jahren einige Großprojekte in Hornberg angestoßen, weitergebaut oder fertiggestellt. Der SchwaBo hat sich mit Hornbergs Bürgermeister Siegfried Scheffold über diese Projekte unterhalten und auch andere Themen gesprochen. Was ist das wichtigste Projekt für Hornberg in diesem Jahr? Das ist eindeutig der Ausbau der L 108 Eisenbahnstraße. Und da sind wir als Stadt maßgeblich daran beteiligt, nämlich mit dem Gehwegsausbau, der Leitungsverlegung und der Erneuerung der Straßenbeleuchtung. Wir werden einerseits verkehrstechnische Vorteile haben, aber auch das Entree unserer Stadt im Bahnhofsbereich wird sich optisch deutlich verbessern. Neu wird auch die Verkehrsführung beim »Krokodil«, dort wird der Gehwegbereich neu gestaltet. Und was kann beim Schlossbergkonzept 2013 realisiert werden? In diesem Jahr wird definitiv der Hornberger-Schießen-Weg in die Tat umgesetzt. Der Zuschussbescheid ist da und das Büro »falctor grün« ist derzeit mit den Planungen beschäftigt. Der Weg führt dann vom Kirchplatz über den Stadtbrunnen durch die Stadtmitte und dann durch die Freilichtbühne hoch zum Schlossberg. Und beim Blick in die nähe-re Zukunft stehen in den kommenden drei Jahren verschiedene Maßnahmen auf dem Schlossberg selbst auf der Agenda. Dazu gehören die Restaurierung des Schloß- und des Pulverturms, eine größere Spielanlage und natürlich die Greifvogelwarte und das Servicegebäude mit Kiosk, Eintrittskasse und Toiletten. Dafür gibt es eine Zuschuss-Zusage seitens der Leader-Aktionsgruppe. Im Haushaltsplanentwurf ist die erste Rate vorgesehen, insgesamt wird das Projekt über drei Jahre finanziert. Die Vorgehensweise ist so: Erst die Bauplanungen, sobald die Bauanträge dann durch sind, kann der offizielle Zuschuss-antrag für die reservierten ELR-Mittel gestellt werden. Sobald diese genehmigt sind, geht es an die Umsetzung. Reichenbach steht der Abschaffung der unechten Teilortswahl bislang skeptisch gegenüber. Welche Vor- und Nachteile hätte ein »Ja« für den Ortsteil? Die Skeptiker sehen die bislang festgelegte Repräsentanz der Ortsteile im Gemeinderat gefährdet. Bisher waren ja je zwei Sitze für Niederwasser und zwei für Reichenbach ga¬rantiert. Bei Abschaffung der unechten Teilortswahl kommt es auf das Votum der Wähler an. Natürlich kann das für die Ortschaften Nachteile bringen. Aber es gibt Beispiele im Kinzigtal, wo über die bisher garantierten Sitze auch zusätzliche Sitze in den jeweiligen Ortsteil geflossen sind. Hätte eine Abschaffung der unechten Teilortswahl Konsequenzen für die Ortschaftsverfassung? Nein, es bliebe bei den Ortschaftsräten sowie den Ortsvorstehern. Ich halte das persönlich für sehr wichtig, dass vor Ort ein Gremium ist, dass sich um die örtlichen Angelegenheiten kümmern kann und was dann auch im Gemeinderat durch den jeweiligen Ortsvorsteher vertreten ist. Hätte eine Abschaffung der unechten Teilortswahl Auswirkungen auf die Größe des Gemeinderats? Es ist erklärte Absicht des Gemeinderats, in diesem Fall dann von derzeit 18 Sitzen auf die für Städte und Gemeinden unserer Größenordnung vorgegebene Regelzahl von 14 zurückzugehen. Im Gespräch mit den Parteien und Wählervereinigungen höre ich im Übrigen auch immer wieder, dass es für sie sehr schwer ist, genügend Kandidaten zu finden, um die Liste dann mit 18 Köpfen zu füllen. Wann entscheidet der Gemeinderat über eine Abschaffung? Das wird in der Märzsitzung erfolgen. Wie steht Hornberg zu dem geplanten Badepark in Hausach? Dazu gab es noch keine offizielle Beratung im Gemeinderat. Im Haushaltsplanentwurf hat die Verwaltung eine Beteiligung der Stadt Hornberg berücksicht, in der mittelfristigen Finanzplanung ist ein Betrag von 300 000 Euro eingestellt. Derzeit ist eine Infobroschüre für alle Haushalte im Einzugsbereich in Vorbereitung. Über eine mögliche Beteiligung Hornbergs wird dann in deiner öffentlichen Sitzung vermutlich im April gesprochen. Dann wol-len wir entscheiden, ob wir uns an dieser Einrichtung beteiligen werden. Wie stehen Sie persönlich dazu? Ich persönlich halte den geplanten Badepark für sehr wichtig für unsere Raumschaft. Er ist für alle Altersklassen und aus touristischer Sicht wichtig, zudem würde der weiße Fleck im mittleren Schwarzwald verschwinden, da es im Süd- und Nordschwarzwald ja schon solche Einrichtungen gibt. Was bedeutet das dann für das Hornberger Freibad? Der Gemeinderat wird unser Freibad nicht in Frage stellen. Zudem ist es erklärter kom-munalpolitischer Wille, dass wie eine vollwertige Freibad-einrichtung hier in Hornberg erhalten. Wir investieren ja auch laufend, und solange wir die Folgekosten tragen kön-nen, steht das Freibad nicht zur Disposition. Welche Kosten kämen auf Hornberg bei einer Beteiligung am Badepark zu? Die Kosten gliedern sich ja in die Investitionskosten und die Folgekosten. Letztere sind aus meiner Sicht ein überschaubarer Betrag, wir reden da von einer Größenordnung von etwa zehn- bis 15 000 Euro pro Jahr. Das sollte uns diese Einrichtung auch wert sein. Am Badepark in Hausach wird sich im Übrigen entscheiden, ob die interkommunale Zusammenarbeit in unserem Mittelzentrum wirklich eine Zukunft hat oder jeder nur vor seiner eigenen Haustüre kehrt und nicht in der Lage ist, über seinen eigenen Kirchturm hinauszuschauen. Das neue Rufbussystem findet bei der busfahrenden Bevölkerung wenig Freude. Hat die Stadt da überhaupt einen Einfluss, um Verbesserungen zu erwirken? Leider nicht. Wir finden es sehr bedauerlich, dass nur noch eine Grundversorgung im Zusammenhang mit dem Schülertransport stattfindet und dass ausserhalb dieser Zeiten das umständlichere Rufbussystem gefahren wird. Aber man muss auch ganz klar sagen, dass die Zahlen der Busnutzer sehr gering ist, es fahren definitiv oft leere Busse herum. Was den innerörtlichen Verkehr betrifft: Da gibt es gerade ein Modellprojekt unter Federführung des Ortenankreises in verschiedenen Kommunen im Kinzigtal, die für Stadtbus und Ortsteilverkehr ein flexibles Bedienungssystem eingeführt haben. Wir beobachen das, vielleicht wäre das ja auch etwas für Hornberg. Die Verbesserungsmöglichkeit wäre aber nur für den innerstädtischen Verkehr. Ist der geplante Edeka-Markt auf der Markgrafenwiese nicht eine Nummer zu groß für Hornberg? Diese Frage wurde von uns sehr sorgfältig geprüft, es gab ein Marktgutachten von einem rennomierten Fachbüro. Das Ergebnis ist, dass wir derzeit im Bereich von Lebensmitteln und anderen Sortimenten einen Kaufkraftabfluss von über 50 Prozent haben. Jeder zweite Euro wird also auswärts ausgegeben. Daher sehen wir und der Gemeinderat uns in der Pflicht, unserer Bevölkerung eine volle Versorgung mit einem Discounter und Vollversorger anbieten. Das Gutachten sagt klar aus, dass beide Märkte ganz überwiegend zur Deckung des örtlichen Bedarfs bestehen können. Und was sagen die Anlieger der Markgrafenwiese? Sie haben ja auch in der frühzeitigen Bürgerbeteiligung erklärt, dass es nicht ihre Absicht ist, den Markt zu verhindern, sondern es nur darum geht, dass ihre persönlichen Belange wie Lärmschutz und verkehrsrechtiche Fragen berücksichtigt werden. Das kann ich auch sehr gut nachvollziehen, und wir wollen versuchen, den Bebauungsplan dahingehend weiter optimieren, dass wir diesen berechtigten Anliegen der Anwohner auch Rechnung tragen. Mal eine ganz persönliche Frage: Was freut Sie besonders? Dass unsere Betriebe gut und relativ schnell aus der Wirtschaftskrise 2009 und 2010 herausgekommen sind. Es freut mich auch besonders, da wir ja damit auch sicherstellen können, dass das Arbeitsplatzangebot bei uns auf einem guten Niveau ist. Schön ist auch, dass jetzt aktuell eine einheimische Firma groß investiert und neu baut. Was ärgert Sie besonders? Also, ich versuche, mich möglichst wenig zu ärgern. Es gibt aber Dinge, die mir Sorgen machen, nämlich die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raumes. Da hab ich, in der Summe gesehen, meine Befürchtungen, wohin sich die verschiedenen Politikebenen entwickeln, angefangen von der Bundes- über die Landespolitik bis hin zur Kreisebene. Wie sind im Gutachtal ausgeprägter ländlicher Raum, und in fast allen Politikbereichen sehe ich, dass wir uns ganz nachdrücklich zu Wort melden müssen, um nicht unter die Räder zu kommen und ausbluten. Was möchten Sie bis zum Ende Ihrer zweiten Amtszeit auf jedenfall noch realisieren? Natürlich einen Teil des Schlossbergkonzepts, dann noch zwei weitere Großprojekte, nämlich die Sanierungen der Stadthalle und Sporthalle. Definitiv werden wir nur eines nach dem anderen realisieren können, das werden die Planungen und Zuschussgespräche zeigen. Ich wäre sehr glücklich, wenn wenigstens eines der beiden Projekte in den nächsten vier Jahren realisiert werden könnte. Die Fragen stellte Eckhard Gräff

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