19.09.2012
Pressespiegel

Neuer Plan von Hansgrohe

Die Erweiterung in den Grüngürtel von Elgersweier bleibt, der Eingriff wird aber weniger tief.

Beim ersten Meinungsfo­rum in Elgersweier zur Erweiterung der Firma Hansgrohe ging es am Montagabend um das Bauvorhaben selbst. Die Firma Hansgrohe legte einen neuen Plan vor.

Offenburg-Elgersweier.

Es dauerte eine Stunde, bis Frank Semling, Vorstand bei Hansgrohe, vor den rund 150 Bürgern die Katze aus dem Sack ließ: Eine neue Planung für die Werkserweiterung, bei der die Bebauung weiter nach Süden gestreckt ist. Bei Ver­wirklichung betrage der Ab­stand zum Veranstaltungs­ort Dreschschopf 150 Meter, zu den ersten Häusern 300 Meter ­bei der ersten Planung hätten die Gebäude 50 Meter weiter in Richtung El­gersweier ge­standen.

Aus Elgers­weier kam und kommt mas­siver Widerstand gegen die Erweiterung, weil der Grün­gürtel zum In­dustriegebiet nach Willen vieler Bürger komplett  erhalten werden soll.

Eine Inter-essengemein-schaft wurde gebildet, von denen die Sprecher Robert Bü­chel und Peter Stöhr auf dem Podium saßen. Von Hansgro­he war noch Thomas Wüsten­berg anwesend, er ist für den Bau zuständig. Von der Stadt waren Oberbürgermeisterin Edith Schreiner sowie Bau­bürgermeister Oliver Marti­ni dabei sowie vom Ortschafts­rat Anette Kempf (CDU), Erich Spinner (SPD) und Kurt Au­gustin (FFW). Moderator Ralf Eggert ist Mitarbeiter der Fir­ma IFOK mit Sitz in Hessen, sie ist auf Kommunikations­und Strategieberatung spezia­lisiert. Er musste nicht mäßi­gend eingreifen: Nie wurde ein anderer bei seinen Ausführun­gen unterbrochen.

Die Bürger kamen erst nach gut zwei Stunden zu Wort - und der erste Sprecher gab sich ent­täuscht: »Wenn ich zusammen­fasse: Das Gelände ist weg.« Er schlug vor, nach Süden zu bau­en. Semling: »Das funktioniert nicht wegen des internen Ma­terialtransports.« Sein Kolle­ge Thomas Wüstenberg hatte zu Beginn des Abends erklärt: »Der Materialfluss gibt viel vor. Der muss kreuzungsfrei sein, im Takt und ohne Staus.« Man sei vor 22 Jahre von Schil­tach nach Offenburg gegangen, weil im Werk Schiltach Materialfluss nicht gestimmt ha­be. Deshalb, so Semling, mache es auch keinen Sinn, eine wei­tere Niederlassung zum Bei­spiel im Gewerbegebiet Hoch3 zu bauen. Das passe nicht.

Standort erhalten

Die 30 Millionen Euro Inves­tition sollen den Standort El­gersweier langfristig wettbe­werbsfähig machen - wobei die jetzige Planung im Vergleich zum ersten Entwurf die Pro­duktion bereits teurer mache, weil die Wege des Materials im Betrieb länger seien.

Eine Bürgerin erklärte, dass es sich für sie weniger um eine Erweiterung, sondern um eine Verdoppelung hande­le. Außerdem sei nicht klar, ob der Wirtschaftsstandort verlo­ren sei, falls gar nicht erweitert werden kann. Wüstenberg ent­gegnete, dass die Firma derzeit 90000 Quadratmeter Gewerbe­fläche habe, es würden 50000 hinzukommen.

Semling gab an, dass sich bei ihm fünf Bürgermeister mit Angeboten zu Gewerbe­flächen gemeldet hätten, aber: »Der Standort Elgersweier ist für uns allererste Wahl. Wir wollen die 900 Arbeitsplätze hier erhalten.« Bevor sich die Bürger zu Wort melden durf­ten, wurde auf dem Podium geredet. Die Vertreter der »Interessen­gemeinschaft zum Erhalt des Grüngür­tels« wollten sich nicht zur neuen Bauva­riante äußern, dies soll erst in­tern besprochen werden. Bü­chel betonte, dass Elgersweier schon jetzt eine große Last tra­ge: vor allem wegen des Ver­kehrs. Die Grenze der Belast­barkeit sei erreicht.

Andererseits: Dass die Fir­ma sich Gedanken gemacht ha­be, erkenne er an. Er wolle wis­sen, ob bei guter Auftragslage in 15 Jahren möglicherweise die nächste Erweiterung an­steht. Semling: »Hier würden wir nicht mehr genug Mitar­beiter finden. Außerdem müss­ten wir dann so sehr erweitern, dass das Gesamtkonzept nicht mehr stimmen würde.« Er ver­wies auf die anderen Produk­tionsstätten in China, USA, Holland und dem Elsass: »Ich hoffe, dass wir hier in 15 Jah­ren noch fertigen können!«

Erich Spinner (SPD) beton­te, dass es vor Jahren von der Stadt das Versprechen gegeben habe, den Grüngürtel in der aktuellen Größe zu erhalten. Die Oberbürgermeisterin ent­gegnete, dass es dazu von Zeit­zeugen unterschiedliche Aus­sagen gebe. Ortschaftsrätin Anette Kempf (CDU) erwartet, dass beim Grüngürtel eine kla­re Bebauungsgrenze gesetzt wird und Kurt Augustin beton­te, dass es »vertragliche Sicher­heit« geben müsse. Schreiner kündigte an, etwas Schriftliches dazu aufsetzen zu lasser Augustin betonte außerdem, für den Fall der Werkserweiterung: »Wir müssen über eine Gegenleistung von der Stadt diskutieren.«

Edith Schreiner sagte, das man einer Firma Raum gebe müsse, um Arbeitsplätze z schaffen. Die Bürger in Elgersweier sollten sich jedoch woh fühlen. Sie betonte: »Es ist unstrittig, dass der Grüngürtel erhalten bleiben soll. Strittig ist, wie disponibel dies ist.«

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