08.11.2012
Pressespiegel

Mit ganz viel Gefühl

Schwer beladen von Allmannsweier bis Kehl: Gut 90-mal im Jahr ist das Kehler Unternehmen MSG mit seinen Schwertransportern auf den »Herrenknecht-Pisten« unterwegs. Ein immenser Aufwand bei dem Genauigkeit und Vorsicht das oberste Gebot sind.

Millimeterar­beit und Nerven wie Drahtseile zeichnen einen Schwertrans­portfahrer aus: »Ruhe gehört auch dazu, denn wir warten viel und meist geht es nur recht langsam voran«, erzählt Ger­win Kuiperij von der Kehler Firma MSG Krandienst GmbH, während er sich eine Zigarette dreht. Der gebürtige Hollän­der fährt seit gut zehn Jahren Schwertransporter und wartet gerade bei der Firma Herren­knecht darauf, dass es losgeht.

 

Es ist recht kalt und sehr ne­belig morgens um sechs Uhr in Schwanau auf dem Gelände der Firma Herrenknecht, die Welt­marktführer in der Herstel­lung von Tunnelvortriebsma­schinen ist. Wer sich hier nicht bewegt, spürt die Kälte recht schnell. Helle Scheinwerfer durchbrechen die Dunkelheit und beleuchten den Platz, auf dem es zu dieser frühen Stunde schon sehr geschäftig zugeht: Fünf Transporter der Firma MSG müssen bis neun Uhr mit Teilelementen eines riesigen Bohrkopfs bela­den sein. Dann nämlich kommt die Polizei zur Abnahme der Ladung. Erst da­nach darf der Konvoi mit dem Ziel Kehler Ha­fen starten.

Die         überdimensional großen Tunnelvortriebsmaschinen werden zum Transport in Elemente zerlegt. Jedes die­ser Teile ist zu groß, zu lang oder zu schwer für einen nor­malen Transport. Rund 90 Schwertransporte werden pro Jahr von der Firma MSG mit ihren blauen Riesen für das Schwanauer Unternehmen über die Bühne gebracht.

Die Männer in ihren blauen Arbeitsoveralls sind gerade da­bei ein 7,40 Meter breites Teil­stück des Bohrkopfs mithilfe eines Schwerlastkrans auf die Ladefläche eines Schwertransporters zu setzen. Behutsam, mit Unterstützung vieler Hän­de, setzt es der Kranführer auf die Ladefläche - so, als würde er mit zerbrechlichen rohen Ei­ern balancieren.

Kaum liegt das Ele­ment, müssen die Fahrer der Schwertransporter ran. Sie be­rechnen anhand des Gewichts, mit wie vielen Stahlketten sie die Ladung sichern müssen. Als sich die ersten Sonnen­strahlen ihren Weg durch den dichten Nebel bahnen, wird das letzte Bohrkopf-Element für den Transport festgezurrt.

Die Polizei wartet mitt­lerweile vor dem Werks­gelände. Erst wenn al­les in Ordnung ist, dürfen die Transporter mit ihren überdi­mensionalen Lasten auf die öf­fentlichen Straßen. Die Ord­nungshüter sorgen während der gesamten Fahrt dafür, dass der Schwertransport ungehin­dert die volle Breite der Straßen ausnutzen kann. An günstigen Stellen stoppen sie den Gegen­verkehr und machen so den Weg für die blauen Riesen frei.

Ein Team der Firma MSG kümmert sich derweil um an­dere Verkehrshindernisse: Verkehrsschilder müssen aus ihrer Verankerung gezogen, Kreisverkehre durchfahrbe­reit gemacht und manchmal auch Ampelanlagen abmon­tiert werden. Die Verkehrsschilder sind niedriger als normalerweise und die Kreis­verkehre sind so beschaffen, dass die Transporter einfach durchfahren können. Ein zwei­tes Team räumt hinterher auf und stellt alle Schilder wieder an ihren Platz.

 

Den ersten Teil der Strecke legen die Transporter recht schnell zurück. »Das war der einfache Teil«, lacht der Hol­länder. Schnell bedeutet: nicht so viel stehen und warten, son­dern mit 20 bis 30 Stundenkilo­meter vorwärtskommen.

Der zweite Teil der Strecke führt durch verschiedene Ort­schaften, in denen die Straßen recht eng sind. Hier wird dann sowohl von Mensch als auch Maschine alles abverlangt: langsam anfahren, gefühl­voll bremsen, stehen, warten ­dann geht es weiter: »Langsam anfahren«. Ein Zyklus, der sich die ganze Strecke über wieder­holen wird.

An Brücken ist die Warte­zeit besonders zäh: Sie werden aufgrund der großen Last ein­zeln überquert. Am anderen Brückenende sammeln sich die Laster dann wieder. Auf den Funkruf »Alle da?« geht es wei­ter. Bei einem Bahnübergang muss sogar die Stromversor­gung kurzfristig gekappt wer­den, damit die Schwerlaster ihn gefahrlos überqueren kön­nen.

Über Funk wird recht viel geredet, denn die Fahrer hel­fen sich gegenseitig. Sobald ei­ne Engstelle kommt oder der Vorfahrende von der Idealli­nie in der Mitte der Straße ab­weicht, knackt immer wieder das Funkgerät: »Bisschen wei­ter links« oder »Langsam ran­fahren, noch ein Stückchen nach rechts, langsam - okay, du bist durch«.


Wie eine blaue Schlange manö­vrieren sich die Schwertransporter durch die engen Korker Straßen und erregen da­bei großes Aufsehen. Links und rechts von der Straße blei­ben immer wie­der Menschen stehen und schauen dem Schwertransport fasziniert hinterher. Eine Kindergarten­gruppe drückt sich beim Vor­beifahren der schweren Riesen mit großen Augen die Nasen an den Fensterscheiben ihres Horts platt.

»Wir fahren hier regelmä­ßig durch und die Leute freu­en sich, uns zu sehen. Und das, obwohl wir ihre Straßen blo­ckieren«, sagt der blonde Hol­länder. Er fährt sehr gerne sei­nen Schwertransport. Für ihn ist es mehr als ein Beruf. »Du musst dieses bestimmte Ge­fühl haben«, erklärt Gerwin mit leuchtenden Augen, wäh­rend er den blauen Riesen so sicher durch die engen Stra­ßen lenkt, als wäre er in einem Smart unterwegs.

Einen Schwertransport fährt man nicht einfach, man fühlt ihn. Die Fahrer müssen ein Gespür für die Masse, die Überlänge oder auch die Höhe ihrer Ladung haben. Sie müs­sen wissen, wie sie sich in je­der Situation zu verhalten ha­ben. »Eine Last, die größer, höher oder schwerer ist als ei­ne normale Ladung, hat Aus­wirkungen auf dein gesamtes Fahrverhalten«, erläutert der erfahrene Fahrer und konzen­triert sich wieder auf die Stra­ße.

Nach rund eineinhalb Stunden und knapp 35 Kilo­metern endet die Fahrt der Schwertransporter am Keh­ler Hafen. Für die Bohrkopfele­mente ist die Reise aber noch lange nicht zu Ende: Sie wer­den in die Niederlande ver­schifft, um dort, wieder zu­sammengesetzt, beim Bau des Sluiskil-Tunnels eingesetzt zu werden.

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