21.06.2013
Pressespiegel

Koehler legt Rechtsmittel ein

Erstellt von Mittelbadische Presse

Oberkircher Papierkonzern geht gegen Anti-Dumping-Zoll des US-Handelsministeriums vor

Das US-Handelsministerium hat gegen die Papierfabrik August Koehler SE den Anti-Dumping-Zoll von 75,36 Prozent auf die Einfuhr von Thermopapier bestätigt. Das Oberkircher Unternehmen will Rechtsmittel einlegen und hat bereits Konsequenzen gezogen. VON RÜDIGER KELLER Oberkirch. Es war das erwartete wie enttäuschende Urteil: Das amerikanische Handelsministerium hat den verhängten Anti-Dumping-Zoll auf Thermopapiere der Papierfabrik Koehler umgesetzt. Damit wird Koehler seit Mai gezwungen, bei Einfuhren in die USA Zollaufschläge von 75,36 Prozent auf die Ware zu hinterlegen. »Wir haben deshalb bereits im April unsere letzten Lieferungen des leichtgewichtigen Papiers in die USA geschickt«, bestätigt der Pressesprecher des Oberkircher Konzerns, Stephan Schwietzke, den Ausfuhrstopp des Thermopapiers. Koehler exportiert das Produkt, das seine Verwendung in erster Linie als Kassenbons findet, ansonsten weltweit. Den Rückzug vom amerikanischen Markt hatte Koehler bereits im Januar gegenüber der ARZ angekündigt, falls das Handelsministerium bei diesem von Koehler-Vorstandschef Kai Furler als »Phantasiezoll« titulierten Aufschlag bleibe. »Wir werden alle Anstrengungen unternehmen, damit dieses Urteil revidiert wird«, gibt sich der Koehler-Sprecher kämpferisch. Dass sich diese Entscheidung hinziehen kann, darüber ist man sich beim Oberkircher Konzern bewusst. 250.000 Tonnen des leichtgewichtigen Papiers verschifft das Unternehmen jährlich, davon gingen 50.000 Tonnen in die USA. Diese Menge versucht Koehler nun in anderen Ländern und neuen Märkten unterzubringen. »Das gelingt uns momentan ganz gut«, sagt Schwietzke. Koehler stellt sich auf eine längere Abstinenz vom amerikanischen Markt ein, denn selbst »bei guten Argumenten«, die das Unternehmen gegenüber dem Handelsministerium vorgebracht habe, sei nicht abzuschätzen, wann das Anti-Dumping-Verfahren in die nächste Runde geht. Verbündete hat der Konzern in der EU-Kommission und der Bundesregierung. Doch selbst bei entsprechenden Interventionen wird Koehler einen langen Atem brauchen: »Die Amerikaner lassen sich davon nicht wirklich beeindrucken«, weiß Schwietzke; der das Verfahren für seine Firma als »teure und langwierige Geschichte« bezeichnet. 2013 rechnet die August Koehler SE deshalb auch nicht mehr mit Exporten des gefragten Thermopapiers nach Amerika. Die Hoffnung, 2014 mit den Lieferungen wieder beginnen zu können, besteht indes noch. Obwohl der Pressesprecher auch nicht ausschließt, dass das Verfahren mehrere Jahre dauern kann. Darauf richte sich Koehler ein und baue die Vertriebsstrategie entsprechend um. »Wir sind zuversichtlich« Trotz des Wegbruchs des US-Marktes sind die Koehler-Verantwortlichen optimistisch, die Auslastung in der Produktion auf dem bisherigen Niveau beibehalten zu können. »Geringere Kapazitätsanpassungen, die notwendig sind«, schließt Schwietzke aber nicht aus - zumal es im Sommer wegen anstehender Reparaturen routinemäßig zu Stillständen komme. Die Papierindustrie macht ohnehin keine leichte Zeit durch: Deutschlandweit wurde die Produktion um 4,7 Prozent zurückgefahren, der Absatz verzeichnete im ersten Quartal ein Minus von 3,3 Prozent. Für Koehler kein Grund zu Pessimismus. Stephan Schwietzke: »Wir sind auch für die Zukunft zuversichtlich.« Und vielleicht kommt die Wende sogar schneller als erhofft: Europa und USA verhandeln derzeit über ein Freihandelsabkommen. Möglicherweise kann auch Koehler von den neuen Regelungen profitieren. STICHWORT Preisdumping liegt vor, wenn auf Exportmärkten für dieselben Güter niedrigere Preise verlangt werden als auf dem Inlandsmarkt. Dadurch entsteht im Importland unerwünschter Konkurrenzdruck, dem gegebenenfalls durch einen Anti-Dumping-Zoll begegnet werden kann. Zu Differenzen zwischen den Inlands- und Exportpreisen kann es immer dann kommen, wenn die Anbieter im Inland oder Ausland Marktmacht haben, wenn die Inlands- und Exportmärkte segmentiert sind, und wenn die von den Anbietern wahrgenommenen Preiselastizitäten der Nachfrage von Markt zu Markt variieren. Einfuhrzölle sollen den im Importland eintretenden negativen Wirkungen von Dumping eines Exportlands begegnen. Der Anti-Dumping-Zoll verteuert den Import und soll somit die Einfuhr von Dumpingwaren vermindern.

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