18.02.2013
Pressespiegel

»Im Kreis sind 2000 Stellen unbesetzt«

Erstellt von Schwarzwälder Bote

Horst Sahrbacher, Chef der Arbeitsagentur in Offenburg, über die Situation auf dem Ortenauer Arbeitsmarkt

Offenburg. Vor rund 100 Tagen hat Horst Sahrbacher den Vorsitz der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Offenburg von Bärbel Höltzen-Schoh übernommen, die nun Leiterin der Freiburger Arbeitsagentur ist. Wir sprachen mit dem neuen Agenturchef über die Situation auf dem Ortenauer Arbeitsmarkt. Sie leiten die Agentur für Arbeit seit Anfang Oktober. Welche Erfahrungen haben Sie gesammelt? Was ist Ihre Hauptaufgabe? Meine Kontakte in der Ortenau bestätigen mir, dass die Region sehr gut aufgestellt ist. Die Ortenau zeichnet sich durch einen guten Branchenmix aus. Wir bringen Menschen und Arbeit zusammen. IM GESPRÄCH MIT Horst Sahrbacher Der Arbeitsmarkt ist zum Bewerbermarkt geworden. Wir besetzen zunehmend Arbeitsstellen, die uns die Arbeitgeber melden. Die Arbeitslosenquote hat sich seit Dezember von 3,7 Prozent auf 4,2 Prozent er-höht. Woran liegt das? Im Januar ist die Arbeitslosenquote saisonal im Freizeit-und Gaststättenbereich gestiegen. Hinzu kommen alle witterungsabhängigen Bereiche. Zudem beobachten wir alljährlich, dass an Quartalsenden Kündigungen ausgesprochen werden und am Ende des Jahres befristete Arbeitsverhältnisse auslaufen. Also kein Indikator dafür, dass die Konjunktur in der Ortenau abschwächt? Aus meiner Sicht: nein. Die Wirtschaft ist in der Ortenau in einer robusten und guten Verfassung. Die Arbeitslosenquote ist immer noch besser als der Landesdurchschnitt von 4,3 Prozent oder gar im Bund mit 7,4 Prozent. Die besseren Zahlen sind auf die Struktur der kleinen und mittleren Unternehmen in der Ortenau zurückzuführen. Wird die Zahl der Arbeitslosen im Kreis weiter ansteigen oder wieder sinken? Seit einigen Monaten beobachten wir, dass die monatliche Nachfrage nach Arbeitnehmern zurückgeht. Es wird weniger eingestellt. Dennoch sind 2000 Stellen im Kreis unbesetzt. Wie wird sich der Arbeltsmarkt in der Ortenau in drei, fünf oder zehn Jahren darstellen? Hier kommt die demografische Entwicklung ins Spiel. 2010 hatten wir 8487 Abgänger aus den allgemeinbildenden Schulen. 2020 werden es noch 7334 Abgänger sein. Die Zahl der 65-Jährigen und Äl¬teren wird bis dahin um 34 Prozent auf 28000 steigen. Die Frage lautet: Wie stellen wir den Fachkräftebedarf 2020 bis 2030 sicher. Thema »Fachkräftemangel«: Welche Entwicklung gibt es im Ortenaukreis? Wir haben momentan ein gutes Angebot an Arbeitsstellen, die besetzt werden können. In einigen Bereichen gibt es zunehmend Probleme bei den qualifizierten Fachkräften. Zum Beispiel im Metall-, Elektro-, Lager- und Logistikbereich, bei den Kraftfahrern sowie im Hotel- und Gaststätten-, aber auch im Pflegebereich. Ein gutes Bewerberangebot haben wir im kaufmännischen und im Verkaufsbereich. Generell gilt: Zu den Verlierern gehören die un- und angelernten Arbeitnehmer. Unsere Botschaft: Nutzt die Möglichkeiten, einen qualifizierten Berufsabschluss zu erwerben. Wir bieten gezielte Unterstützung. Was tut die Arbeitsagentur, um der Negativ-Entwicklung vorzubeugen? Mit dem Instrument »Arbeitsmarktmonitor« sind wir seit dem Jahr 2009 in der Lage, die regionale Situation zu analysieren und Handlungsstrategien zu entwickeln. Gegründet wurde zudem die Fachkräfteallianz aus den Arbeitsagenturen Freiburg, Offenburg, der Arbeitgeberverbände, der Kammern, Gewerkschaften, den Bildungseinrichtungen und den Kommunen. Ziel ist die Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Region durch Fachkräfte. Gibt's bereits Erfolge? Ja. Wir bieten Arbeitslosen ohne Berufsabschluss Qualifizierungsmöglichkeiten an, damit sie einen Berufsabschluss nachholen können. Außerdem arbeiten wir mit den französischen Kollegen zusammen, um grenzüberschreitend Arbeitslosen zu einer Beschäftigung zu verhelfen. Was können Unternehmen Ihrer Ansicht nach tun, um gute Mitarbeiter zu werben? Die beste Werbung ist eine solide Firmenpolitik und ein gutes Betriebsklima. Wie lautet Ihre Ziel-Arbeitslosenquote im Kreis? Wann wären Sie mit den Zahlen zufrieden? Ich bin zufrieden. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern die Zeitspanne, die gebraucht wird, die Menschen in Arbeit zu bringen. Je kürzer die Zeitspanne, umso besser. Und: nachhaltig muss das Unterbringen sein. • Die Fragen stellte Taras Maygutiak.

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