11.11.2021
Pressespiegel

Herrenknecht: Chinesen würden zwei Milliarden zahlen

Erstellt von Lahrer Zeitung

Wirtschaft - Tunnelbohr-Spezialist spricht über Angebote aus Fernost – und den »Blödsinn« Erbschaftssteuer

Dass die Konkurrenz aus China großes Interesse an der Übernahme des Schwanauer Tunnelbohr-Spezialisten Herrenknecht hat, ist bekannt. Nun hat der Chef erstmals eine Angebotssumme genannt - einen Verkauf nach Fernost aber kategorisch ausgeschlossen. Das führt zur Frage: Wie geht es mit dem Unternehmen nach der Ära seines Gründers weiter? TV-Auftritte sind für Martin Herrenknecht mittlerweile Routine. Ebenfalls nichts Neues ist, dass er dabei Klartext spricht. In der ZDF-Doku "Die Wahrheit übers Erben", die am Dienstagabend ausgestrahlt wurde, gewährte der Erfolgsunternehmer indes selbst für seine Verhältnisse tiefe Einblicke in Firmeninterna. Offen plauderte der 79-Jährige aus, dass chinesische Investoren den Weltmarktführer im Tunnelbohren mit seinen rund 5000 Mitarbeitern nur allzu gerne übernehmen würden. Was sie dafür bereit wären zu zahlen? "Zwei Milliarden", erklärt Herrenknecht, um eilig und unmissverständlich nachzuschieben: "Aber ich würde nie die Firma verkaufen." Die Tatsache, dass die Mitbewerber aus dem Reich der Mitte beim Kampf um Aufträge "Dumpingpreise machen, damit wir in die Knie gehen", ändere daran nichts. Die Pläne des "Selfmade-Milliardärs", wie Herrenknecht in der Fernsehsendung genannt wird, mit seinem Unternehmen sind andere - und waren der Grund für den Besuch des Filmteams am Firmensitz in Allmannsweier: Es soll einmal auf seine drei Kinder übergehen. Damit dies steuerfrei passieren kann, hat der Maschinenbauer 2015 eine Familienstiftung gegründet. "Gott sei Dank", sagt Herrenknecht und beantwortet so die kritische, manchmal auch tendenziös gestellte Frage, mit der sich der knapp 45-minütige TV-Beitrag befasst: Ist es gerecht, dass Nachfolgegenerationen reich werden, weil ihre Eltern es sind? Herrenknecht macht keinen Hehl daraus, was er von der Erbschaftssteuer hält: "Blödsinn", "Blödsinn" - und noch einmal: "Blödsinn!" Seine Sicht der Dinge: Wer ein geerbtes Unternehmen mit den Mitarbeitern weiterführt, sollte nicht vom Fiskus zur Kasse gebeten werden. Bei Herrenknecht gilt Sohn Martin-Devid (34), der nach seinem Maschinenbaustudium 2014 voll ins Unternehmen eingestiegen ist, als designierter Nachfolger; jedenfalls soll er - so wurde es in der Vergangenheit mehrfach nach außen kommuniziert - zeitnah einen Vorstandsposten übernehmen. Platz wäre dort: Seit Ende 2020 ist das eigentlich vierköpfige Gremium nur mit drei Personen besetzt. Ein "vorübergehender" Zustand, hieß es damals. Theoretisch wäre bald Gelegenheit für noch mehr. Laut Gesetz könnte (Noch-)Chef Martin Herrenknecht sein Unternehmen sieben Jahre nach dessen Umwandlung in eine Familienstiftung steuerfrei in die Hände seiner Nachkommen geben - also bereits kommendes Jahr.Allmannsweier Dass die Konkurrenz aus China großes Interesse an der Übernahme des Schwanauer Tunnelbohr-Spezialisten Herrenknecht hat, ist bekannt. Nun hat der Chef erstmals eine Angebotssumme genannt - einen Verkauf nach Fernost aber kategorisch ausgeschlossen. Das führt zur Frage: Wie geht es mit dem Unternehmen nach der Ära seines Gründers weiter? TV-Auftritte sind für Martin Herrenknecht mittlerweile Routine. Ebenfalls nichts Neues ist, dass er dabei Klartext spricht. In der ZDF-Doku "Die Wahrheit übers Erben", die am Dienstagabend ausgestrahlt wurde, gewährte der Erfolgsunternehmer indes selbst für seine Verhältnisse tiefe Einblicke in Firmeninterna. Offen plauderte der 79-Jährige aus, dass chinesische Investoren den Weltmarktführer im Tunnelbohren mit seinen rund 5000 Mitarbeitern nur allzu gerne übernehmen würden. Was sie dafür bereit wären zu zahlen? "Zwei Milliarden", erklärt Herrenknecht, um eilig und unmissverständlich nachzuschieben: "Aber ich würde nie die Firma verkaufen." Die Tatsache, dass die Mitbewerber aus dem Reich der Mitte beim Kampf um Aufträge "Dumpingpreise machen, damit wir in die Knie gehen", ändere daran nichts. Die Pläne des "Selfmade-Milliardärs", wie Herrenknecht in der Fernsehsendung genannt wird, mit seinem Unternehmen sind andere - und waren der Grund für den Besuch des Filmteams am Firmensitz in Allmannsweier: Es soll einmal auf seine drei Kinder übergehen. Damit dies steuerfrei passieren kann, hat der Maschinenbauer 2015 eine Familienstiftung gegründet. "Gott sei Dank", sagt Herrenknecht und beantwortet so die kritische, manchmal auch tendenziös gestellte Frage, mit der sich der knapp 45-minütige TV-Beitrag befasst: Ist es gerecht, dass Nachfolgegenerationen reich werden, weil ihre Eltern es sind? Herrenknecht macht keinen Hehl daraus, was er von der Erbschaftssteuer hält: "Blödsinn", "Blödsinn" - und noch einmal: "Blödsinn!" Seine Sicht der Dinge: Wer ein geerbtes Unternehmen mit den Mitarbeitern weiterführt, sollte nicht vom Fiskus zur Kasse gebeten werden. Bei Herrenknecht gilt Sohn Martin-Devid (34), der nach seinem Maschinenbaustudium 2014 voll ins Unternehmen eingestiegen ist, als designierter Nachfolger; jedenfalls soll er - so wurde es in der Vergangenheit mehrfach nach außen kommuniziert - zeitnah einen Vorstandsposten übernehmen. Platz wäre dort: Seit Ende 2020 ist das eigentlich vierköpfige Gremium nur mit drei Personen besetzt. Ein "vorübergehender" Zustand, hieß es damals. Theoretisch wäre bald Gelegenheit für noch mehr. Laut Gesetz könnte (Noch-)Chef Martin Herrenknecht sein Unternehmen sieben Jahre nach dessen Umwandlung in eine Familienstiftung steuerfrei in die Hände seiner Nachkommen geben - also bereits kommendes Jahr.Allmannsweier Dass die Konkurrenz aus China großes Interesse an der Übernahme des Schwanauer Tunnelbohr-Spezialisten Herrenknecht hat, ist bekannt. Nun hat der Chef erstmals eine Angebotssumme genannt - einen Verkauf nach Fernost aber kategorisch ausgeschlossen. Das führt zur Frage: Wie geht es mit dem Unternehmen nach der Ära seines Gründers weiter? TV-Auftritte sind für Martin Herrenknecht mittlerweile Routine. Ebenfalls nichts Neues ist, dass er dabei Klartext spricht. In der ZDF-Doku "Die Wahrheit übers Erben", die am Dienstagabend ausgestrahlt wurde, gewährte der Erfolgsunternehmer indes selbst für seine Verhältnisse tiefe Einblicke in Firmeninterna. Offen plauderte der 79-Jährige aus, dass chinesische Investoren den Weltmarktführer im Tunnelbohren mit seinen rund 5000 Mitarbeitern nur allzu gerne übernehmen würden. Was sie dafür bereit wären zu zahlen? "Zwei Milliarden", erklärt Herrenknecht, um eilig und unmissverständlich nachzuschieben: "Aber ich würde nie die Firma verkaufen." Die Tatsache, dass die Mitbewerber aus dem Reich der Mitte beim Kampf um Aufträge "Dumpingpreise machen, damit wir in die Knie gehen", ändere daran nichts. Die Pläne des "Selfmade-Milliardärs", wie Herrenknecht in der Fernsehsendung genannt wird, mit seinem Unternehmen sind andere - und waren der Grund für den Besuch des Filmteams am Firmensitz in Allmannsweier: Es soll einmal auf seine drei Kinder übergehen. Damit dies steuerfrei passieren kann, hat der Maschinenbauer 2015 eine Familienstiftung gegründet. "Gott sei Dank", sagt Herrenknecht und beantwortet so die kritische, manchmal auch tendenziös gestellte Frage, mit der sich der knapp 45-minütige TV-Beitrag befasst: Ist es gerecht, dass Nachfolgegenerationen reich werden, weil ihre Eltern es sind? Herrenknecht macht keinen Hehl daraus, was er von der Erbschaftssteuer hält: "Blödsinn", "Blödsinn" - und noch einmal: "Blödsinn!" Seine Sicht der Dinge: Wer ein geerbtes Unternehmen mit den Mitarbeitern weiterführt, sollte nicht vom Fiskus zur Kasse gebeten werden. Bei Herrenknecht gilt Sohn Martin-Devid (34), der nach seinem Maschinenbaustudium 2014 voll ins Unternehmen eingestiegen ist, als designierter Nachfolger; jedenfalls soll er - so wurde es in der Vergangenheit mehrfach nach außen kommuniziert - zeitnah einen Vorstandsposten übernehmen. Platz wäre dort: Seit Ende 2020 ist das eigentlich vierköpfige Gremium nur mit drei Personen besetzt. Ein "vorübergehender" Zustand, hieß es damals. Theoretisch wäre bald Gelegenheit für noch mehr. Laut Gesetz könnte (Noch-)Chef Martin Herrenknecht sein Unternehmen sieben Jahre nach dessen Umwandlung in eine Familienstiftung steuerfrei in die Hände seiner Nachkommen geben - also bereits kommendes Jahr.

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