29.12.2018
Pressespiegel

»Gut zusammengewachsen«

Erstellt von Offenburger Tageblatt

Zwei Jahre nach der Fusion zur Volksbank Mittlerer Schwarzwald wird Martin Heinzmann deren Chef

Martin Heinzmann wird zum 1. Januar Vorstandsvorsitzender der Volksbank Mittlerer Schwarzwald. Manfred Kuner aus Triberg wird in den Ruhestand verabschiedet. Das OFFENBURGER TAGEBLATT sprach mit dem neuen Bankchef.

Sie sind vor 37 Jahren als Lehrling zur Volksbank Hausach/Haslach gekommen. Gab es damals bereits den Wunsch, einmal Chef dieser Bank zu werden? MARTIN HEINZMANN: Stimmt: Im Herbst 1981 habe ich meine Ausbildung bei der Volksbank Hausach-Haslach begonnen. Der Wunsch, einmal Vorstand der "eigenen Bank" zu werden, entstand dann aber erst Ende der 90er Jahre.

Hier gelernt, immer hier geblieben - muss man sich als Bänker nicht auch mal andere Luft um die Nase wehen lassen? HEINZMANN: Auf der einen Seite schadet "fremder Wind" sicher niemand. Auf der anderen Seite ist durch die vielfältige Ausbildung innerhalb und außerhalb der Genossenschaftlichen Finanzmarktgruppe auch der Blick über den eigenen Tellerrand gesichert. Durch die Ernennung zum Vorstandsmitglied und jetzt zum Vorstandsvorsitzenden hat der Aufsichtsrat unserer Bank aber auch ein Zeichen nach innen und außen gesetzt: Nach innen das Zeichen der Vorbildfunktion für viele junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, und nach außen wird damit auch die Bodenständigkeit und die Verwurzlung unserer Bank, der Volksbank Mittlerer Schwarzwald eG, zur Region und den Menschen der Region dokumentiert.

Im Januar 2003 sind Sie in den Vorstand der damaligen Volksbank Kinzigtal berufen worden. Damals nannten Sie als Ihre Ziele "zufriedene Kunden und Mitglieder, zufriedene und motivierte Mitarbeiter, eine zufriedene Bank". Wie zufrieden sind Sie selbst mit der Entwicklung? HEINZMANN: Trotz deutlich schwierigerer Rahmenbedingungen und Herausforderungen als 2003 (Niedrigzins, steigende Regulatorik oder auch die zunehmende Digitalisierung) sind wir mit der Entwicklung unserer Bank zufrieden. Aber nun zu den drei von Ihnen aufgeführten Punkten im Einzelnen: Gerade die Kundenzufriedenheit beispielsweise messen wir nach jeder genossenschaftlichen Beratung und erreichen hier (nach dem Schulnotensystem) einen Wert von 1,7. Der Arbeitsmarkt wird sicher nicht nur für uns eine der großen Herausforderungen der Zukunft werden: Durch unser Projekt "Attraktiver Arbeitgeber" steuern wir dieser Herausforderung aktiv entgegen und sind uns sicher, dadurch auch die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter zu erhöhen. Gerade den rückläufigen Zinsüberschuss versuchen wir mit Einsparungen auf unterschiedlichen Gebieten zu kompensieren. Dies bedeutet zum Jahresende 2018, dass wir mit dem Ergebnis zufrieden sind.

Die Fusion zur Volksbank Mittlerer Schwarzwald wird allgemein als Erfolgsmodell gepriesen. Wo gibt es noch Schwachpunkte? HEINZMANN: Zwei Jahre nach der Fusion zur Voba Mittlerer Schwarzwald eG sind wir schon richtig gut zusammengewachsen. Dies kommt täglich auf vielen Ebenen zum Ausdruck: So zum Beispiel bei unserem Aufsichtsrat, unseren Führungskräften oder auch unseren Mitarbeitern. Potenzial gibt es sicher noch bei der Verschlankung von Prozessen und Abläufen.

Bei der Haushaltsberatung in Hausach neulich dankten Kämmerer und Bürgermeister den heimischen Banken, dass sie von den Kommunen (noch) keine Negativzinsen erheben. Wie lange wird das noch möglich sein? HEINZMANN: Über diese Aussage des Bürgermeisters und des Kämmerers habe ich mich gefreut, als ich im OT hierüber gelesen habe. Auch einmal ein Lob tut uns Bänkern gut. Obwohl wir als Bank einiges an Negativzinsen für unsere eigenen Anlagen bezahlen, planen wir bis auf Weiteres unsere privaten Kunden nicht mit Negativzinsen zu belasten. Bei den Firmenkunden stellen wir dem ein oder anderen Kunden bereits Negativzinsen in Rechnung. Ganz grundsätzlich gilt aber: Auch alternative Anlagen -außerhalb der Bankbilanz- sind für unsere Kunden eine lohnenswerte Alternative der Geldanlage.

Wie werden sich die Zinsen im nächsten Jahr entwickeln - können Sie da eine Prognose wagen? HEINZMANN: Hier fällt die Antwort kurz aus: Aufgrund den großen politischen und wirtschaftlichen Unruhen gehen wir für 2019 von kaum oder nur einer sehr geringen Zinssteigerung aus.

Die Weltwirtschaft wird derzeit von Handelskonflikten erschüttert - deren negative Auswirkungen auch ins Kinzigtal hineinreichen können. Wie nehmen Sie diese Gefahr wahr? HEINZMANN: In den letzten Wochen bin ich mit sehr vielen Firmenkunden zwischen Steinach und Furtwangen zusammengekommen: Die Auftragslage ist bei fast allen Kunden und Branchen überwiegend gut. Zu spüren ist aber eine Unsicherheit über die weitere Entwicklung vor allem im zweiten Halbjahr 2019.

Und wie sehr belastet der Brexit das Geschäft? HEINZMANN: Insbesondere unsere global agierenden Firmenkunden sind vom Brexit betroffen: Auch aus Gesprächen mit diesen Kunden ist vor allem die Ungewissheit über den Ausgang des Brexit sehr hoch. Zum Ausdruck kommt dies zum Beispiel durch die Tatsache, dass in England nur sehr schwer Lagerkapazitäten anzumieten sind.

Wie sieht es im Bankwesen mit dem Nachwuchs aus? Warum sollte heute ein junger Mensch noch Bankkaufmann lernen, und was muss er dafür mitbringen? HEINZMANN: Hier eine gute Nachricht: Unsere Ausbildungsstellen für Sommer 2019 sind bereits heute besetzt. Aber Sie haben recht: Die Anzahl der Bewerbungen ist in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Dem versuchen wir durch eine gute Präsenz in Schulen, auf Ausbildungsmessen und mit sehr großen Social-Media-Aktivitäten entgegenzuwirken.

Als Vorstandsvorsitzender kommt vermutlich die eine oder andere Mehrbelastung auf Sie zu. Kann der TuS Gutach noch weiter mit Ihnen als Vorsitzender rechnen? HEINZMANN: Auch diese Frage bekomme ich oft gestellt. Von mir gibt es dann immer die gleiche Antwort: Das Vorstandsteam im TuS Gutach ist gut besetzt. Die Arbeiten sind gut verteilt. Dies bedeutet für mich, dass der TuS Gutach mit mir weiterhin als Vorsitzendem rechnen kann - aber hierzu finden alle zwei Jahre Neuwahlen statt. Also für die Voba wie auch für den TuS gilt: Im guten Team lässt sich einfacher und besser arbeiten. Und das gute Team haben wir in der Bank wie auch im Sportverein.

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