09.04.2018
Pressespiegel

„Geld verdienen, Karriere machen“

Erstellt von Acher-Bühler Bote

430 Studentinnen und Studenten absolvierten erfolgreich die Hochschule in Offenburg

Offenburg . Abschieds- aber auch freudige Aufbruchsstimmung herrschte bei der traditionellen Hochschulfeier in der Oberrheinhalle. 430 Studentinnen und Studenten der vier Studiengänge Betriebswirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen, Elektrotechnik und Informationstechnik, Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Medien und Informationswesen und der Graduate School nahmen hielten ihren Hochschulabschluss in den Händen, ein wichtiger Meilenstein im Leben, wie Helmut Schareck, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der Hochschule in seinem Grußwort sagte.

Jetzt heiße es „Job antreten, Geld verdienen, Karriere machen“. „Bleiben Sie jung, und bleiben Sie ihrer Hochschule verbunden“, gab er den Absolventen mit auf den weiteren Lebensweg, gleichzeitig legte er ihnen die Mitgliedschaft im Förderverein nahe, er unterstützt Studenten, wo staatliche Bildungsmittel nicht verfügbar sind.

Auch Hochschulrektor Professor Winfried Lieber sprach von Abschiedsstimmung aber auch von der Freude und dem Stolz, nach langem Studium die Urkunde entgegen nehmen zu können. Diese Urkunden unterzeichnen zu dürfen sei für ihn ein Privileg, denn jede stehe für einen jungen Menschen, der mit dem Studium erfolgreich in eine akademische Karriere investiert habe. Die Namen und Geburtsorte spiegelten den regionalen Einzugsbereich, wie auch die Internationalität der Hochschule. „Was gibt es Schöneres, als zu Ihrem Erfolg aktiv beigetragen zu haben“, gratulierte er den 430 Studierenden, von denen 286 einen Bachelor-Abschluss, 144 einen Master erreicht haben.

Gastredner Thomas Kathöfer, Hauptgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) gratulierte den Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Offenburg zu ihrem Abschluss, mit dem sie „das praktische Rüstzeug für einen guten Berufseinstieg“ gewonnen hätten. Er sprach über die Bedeutung der Kooperation zwischen Hochschulen und mittelständischer Wirtschaft. Die Politik fördere die Forschung, hochqualifizierter Nachwuchs sei eine wesentliche Voraussetzung zur Sicherung der wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit.

Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde erstmals der Hochschullehrpreis für „Gute Lehre“ übergeben. Der mit 5 000 Euro dotierte Preis ging an Mathias Bärtl, Professor für Mathematik und Statistik an der Fakultät für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen. An der Wahl haben sich 750 Studierende beteiligt, so Anne Najderek, Prorektorin für Studium und Lehre in ihrer Laudatio.

Das Thema „Gute Lehre“ sei ein Dauerbrenner und gleichzeitig aktueller denn je, denn Studienabbruch sei heute „die größte Herausforderung der Hochschulen“, wie Hochschulrektor Winfried Lieber erklärte. Eine Jury habe unter den fünf am häufigsten genannten Kolleginnen und Kollegen auf der Basis eines Selbstberichtes den Preisträger ausgewählt. Die Entscheidung sei der Jury nicht leicht gefallen, da gute Lehre sehr viele Aspekte beinhalte. „Alle fünf Nominierten hätten den Preis verdient“, sagte die Prorektorin.

Bärtl habe die Jury insbesondere durch seine Methodenvielfalt beeindruckt. Neben Mathias Bärtl waren folgende Professorinnen und Professoren nominiert worden: Eva Decker, Professorin für Mathematik, Angewandte Informatik und Didaktik, Harald Hoppe, Professur für Medizininformatik, Thomas Seifert, Professur für Nicht- Metallische Werkstoffe und Werkstoffprüfung, Harald Wiedemann, Professor für Mathematik, Physik und numerische Anwendungen im Maschinenbau.

Die Studentinnen und Studenten wurden durch ihre Dekane und Studiendekane verabschiedet. Dabei sprach Prodekan Torsten Schneider auch die bedenkliche Entwicklung an, dass die Studiengebühren für nicht EU-Länder zum Bewerbungsrückgang ausländischer Studenten geführt habe. Er sehe Vielfalt und internationale Kompetenz in Gefahr.

Die Absolventenrede hielt Manuel Rapp. Für ihn sei immer wichtig gewesen, dass Gelerntes in der Praxis anwendbar sei, dankte er den Professorinnen und Professoren auch für die Vermittlung von Selbstständigkeit, Offenheit und die Bereitschaft einen Schritt weiter zu gehen als andere. Er wünsche allen für die Zukunft erfüllende Jobs, die vor allem eine Work-Life-Balance ermöglichen, die wahren Schönheiten des Lebens erfahren zu dürfen. „Bleibt wie ihr seid, bleibt euch treu, seid stolz und seid ein Charakter, in den man gerne investiert“.

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