09.11.2012
Pressespiegel

Eine Geschichte vom Story-Telling

Hubert Burda beschreibt in seinem neuen Buch "Die Bunte Story" die Entwicklung der Illustrierten zum People-Magazin


Am Montag kommt es in den Handel: das neue Buch von Hubert Burda. »Die Bunte Story. Ein People-Magazin in Zeiten des Umbruchs« ist eine weitere persönliche Erin­nerung des Offenburger Verlegers.

 

Offenburg. »Mein Buch er­innert vor allem an eine Zeit, in der das Zeitschriftenmachen noch voller Abenteuer und Er­findungen war und in der es einen großen Spaß machte, mit einem von der ganzen Re­daktion gemeinsam geteilten Lebensgefühl zu arbeiten«, schreibt Hubert Burda im Pro­log zu seinem neuen Buch »Die Bunte Story«. Seine abschlie­ßende Frage, wie es dazu kam, beant­wortet er in den folgen­den elf Kapi­teln.

Dabei wird er dem, was er im ersten Kapi­tel über das »Story-Telling«, also das Geschichtenerzählen, schreibt, vollauf ge­recht, denn es ist eine kurz­weilige Lektüre. Nicht nur, weil sich Hubert Burda per­sönlich seinen Lesern stellt.

»Wo wären wir ohne Ge­schichten?«, zitiert der Au­tor nämlich den amerikani­schen Romanisten Robert Harrison. »Nur wer span­nend für die jeweilige Ziel­gruppe erzählen kann, findet Aufmerksamkeit«, formu­liert er das Leitmotiv für sei­ne langjährige Arbeit mit der und für die Illustrierte - in Offenburg wie später in Mün­chen.

Dabei war der Beginn al­les andere als angenehm für ihn, denn »viel war mir bis da­hin nicht gelun­gen«, gibt er of­fenherzig kund. Doch er lernte und holte sich Hilfe.

Alles beginnt, als der 34-jähri­ge Hubert am 10. Fe­bruar 1974 im 12. Stock des Verlags­hauses in Offenburg seine Ar­beit aufnimmt - und die Er­innerungen enden mit einem Blick in die Zukunft von Me­dien, Medienarbeit und Story­Telling.

In elf Kapiteln skizziert Bur­da unterhaltsam fabulierend, 'wie die Illustrierte ihr Image, ihre Inhalte und ihre Ausrich­tung veränderte und immer er­folgreicher und beliebter wur­de. Er nennt all die Namen, die für die »Bunte«-Redaktion wichtig waren; erzählt von Be­gegnungen, die eher zufällig zu Neuerungen führten, oder mit Menschen aus Politik, Wirt­schaft und Kunst, die ihn ge­prägt haben oder die für das Blatt wichtig waren, wie Andy Warhol.

Die Zukunft der Medien

Illustrierte, so Burda, be­antworten die Sehnsucht nach einer heilen Welt - damals wie heute. Auch wenn das Fern­sehen viel von dem, was frü­her die Zeitschriften befriedig­ten, übernommen hätte. Auch wenn die di­gitalen Medi­en Informa­tionsflüsse und damit Befindlichkeiten verändert haben.

Aber gerade diese Übernah­men machten es nötig und mög­lich, die Ausrichtung einer Il­lustrierten immer wieder neu zu hinterfragen. »Es ging zu wie in einer Jamsession«, erin­nert sich Burda.

So wurden die Hefteinstiege geändert, statt der Leserbrie­fe kamen Leute ins Blatt: »Leu­te von heute, von morgen und von gestern.« Das sorgte für Gesprächsstoff. Das Image des Blattes musste aufpoliert wer­den: Interviews mit Prominen­ten waren die Folge. Philosoph und Künstler Bazon Brock ver­wies Burda an Thomas Jeffer­son. Dessen Idee des »Strebens nach Glück«, dem »Persuit of Happiness«, wurde für Burda zum Schlüsselbegriff. Die Be­gegnung mit Andy Warhol war für ihn wegweisend. Denn des­sen Einstellung »media is art« habe ihn von dem Vorwurf ent­lastet, dass er seine Kunstin­teressen an die Beschäftigung mit Massenmedien verraten habe.

Die Berichterstattung über die Hochzeit von Silvia Som­merlath mit Gustav von Schwe­den war zwar ein Highlight für die Bunte, brachte aber wie ei­ne Geschichte über Thomas Gottschalk viel Ärger. Auch der Petrarca-Preis (seit 1974) habe ihm nicht nur freundli­che Worte eingebracht, man tu­schelte über den »Illustrierten­heini«.


Einigen Raum gibt Burda den digitalen Medien und sei­nen Begegnungen mit den Pio­nieren der digi­talen Welt wie »Facebook«-Er­finder Marc Zu­ckerberg. Hier schlägt er erns­te Töne an: Print kommt nicht oh­ne online-An­gebote aus, im neuen Medien-Zeitalter be­stimmt auch der Nutzer den Nachrichteninhalt mit.

Es ist eine kurzweilige Rei­se durch die persönliche Ge­schichte eines Medienmannes, die auch Einblicke gibt in des­sen Gedanken und Philoso­phie. Es ist auch ein liebevoller Blick zurück auf ein Produkt, das das Leben des Redakteurs und Verlegers geprägt hat und das ein Stück unser aller Ge­schichte ist. Er ist gespickt mit zahlreichen Fotos aus Burdas Arbeitwelt und von seinen Be­gegnungen mit Prominenten.

 

Hubert Burda, »Die Bunte Story. Ein People-Magazin in Zeiten des Um­bruchs«, Pantheon Verlag München, 2012; 14,99 Euro.

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