21.04.2018
Pressespiegel

Die Telekom will sich beteiligen

Erstellt von Mittelbadische Presse

Politiker und Führungskräfte aus der Wirtschaft diskutieren beim Ortenau-Forum der MITTELBADISCHEN PRESSE / Breitbandversorgung ist Thema

Zehn Vertreter aus Politik und Wirtschaft haben beim Ortenau-Forum der MITTELBADISCHEN PRESSE über die Breitbandversorgung im Landkreis diskutiert. Erstmals signalisierten Vertreter der Telekom Bereitschaft, sich an der Ausschreibung der Breitband Ortenau GmbH zu beteiligen.

VON JENS SIKELER Offenburg. Zehn Vertreter aus Politik und Wirtschaft, zwei Stunden Zeit, ein Thema, das die Menschen in der Ortenau umtreibt. Das ist das Konzept des Ortenau-Forums der MITTELBADISCHEN PRESSE, das in dieser Woche, wie in den Vorjahren auch, im Offenburger Hotel Sonne stattfand. Die Breitbandversorgung in der Ortenau ist ein Dauerbrennerthema. »Diese Runde soll dazu dienen, unseren Lesern einen Überblick über die wichtigsten Aspekte des Themas zu verschaffen«, machte Wolfgang Kollmer, der Redaktionsleiter der MITTELBADISCHEN PRESSE, deutlich.

Immer noch ist etwa das Streamen von TV-Inhalten in vielen Haushalten im Landkreis unmöglich, weil die Internetverbindung zu langsam ist. Und es gibt leidgeplagte Unternehmer wie den Nordracher Sägewerksbesitzer Manuel Echtle. »Bis vor zwei Jahren hatten wir eine Zwei-Megabit- Leitung«, berichtete er den Teilnehmern. Das ist sehr wenig. Wenn Haushalte heute einen neuen DSL-Vertrag abschließen, hat der meist eine Bandbreite von 50 Megabit, also das 25-fache. Dann kaufte Echtle für seine Firma eine Maschine. »Die wollte der Programmierer per Fernwartung fertig einrichten. Dafür sind aber 20 Megabit das Minimum.« Seitdem nutzt das Sägewerk eine LTE-Verbindung über das Mobilfunknetz. »Die bricht aber dauernd ab.«

Solche Probleme plagen Nicolas Erdrich, Geschäftsführer des Renchener Unternehmens Erdrich Umformtechnik, nicht. »Wir haben in Renchen den Server für unsere weltweiten Werke stehen«, erläuterte er. Die seien über zwei schnelle, redundante Leitungen angebunden. Das bedeutet, dass das Unternehmen im Falle eines Ausfalls immer noch auf die zweite Leitung zurückgreifen kann.

Die Hoffnungen von Menschen wie Echtle ruhen momentan vor allem auf Landrat Frank Scherer und Peter Lassahn, Geschäftsführer der Breitband Ortenau GmbH. Ihr gehören neben dem Landkreis auch fast alle Kommunen in der Ortenau an. 25 000 Haushalte mit langsamem Internet gibt es momentan laut Scherer noch in der Ortenau. Die Gesellschaft soll sie mit Internet mit einer Bandbreite von mindestens 100 Gigabit versorgen.

Am 27. April, kündigte Scherer beim Forum an, will die Breitband- Ortenau Bau und Betrieb des kommunalen Breitbandnetzes ausschreiben. Netzbetreiber, die sich beteiligen wollen, werden verpflichtet, ihre eigenen Netze einzubringen. Das hatten der Landrat und der Geschäftsführer vor vier Wochen angekündigt. Das sei ein zumindest in Baden-Württemnberg einmaliges Vorgehen. Der Landrat erhofft sich davon, auf vorhandene Strukturen zurückgreifen zu können und sie nicht neu bauen zu müssen. Bis zu 400 Kilometer Netzinfrastruktur und bis zu 40 Millionen Euro sollen dadurch eingespart werden. Bis spätestens 2025 sollen laut Scherer dann alle Haushalte versorgt sein.

Dieses Vorhaben steht und fällt mit der Beteiligung der Telekom. Sie hat das mit Abstand größte Netz in der Ortenau. Das bedeutet, wenn sie sich einbringt, würde sich die Länge des Netzes, das neu gebaut werden muss, deutlich reduzieren. »Wenn wir die richtigen Bewerbungen bekommen und der Richtige zum Zug kommt, werden wir kaum noch in das Backbone- Netz investieren müssen«, sagte deshalb Scherer. Das Backbonenetz soll die verschiedenen Ortsnetze miteinander verbinden und die Netze an überregionale Strukturen anbinden.

Erstmals erklärte die Telekom beim Ortenau-Forum öffentlich ihre Bereitschaft sich an der Ausschreibung zu beteiligen. »Wenn es eine Ausschreibung gibt, werden wir uns da sicherlich darauf bewerben. Der Ortenaukreis ist für uns sehr attraktiv «, betonte Martin Stiebitz, Technikexperte beim Infrastrukturvertrieb Südwest der Telekom.

Wie wichtig der Ausbau der Internetinfrastruktur gerade im ländlichen Raum ist, machte Volker Schebesta (CDU), Staatssekretär in Stuttgart, deutlich. »Wir haben im Vergleich zu anderen Bundesländern eine sehr viel bessere Struktur von Betrieben, Infrastruktur und Wohnen. Bei uns spielt nicht nur in den Zentren die Musik.« In Baden-Württemberg sei der Ausbau der Internet- Infrastruktur nicht schlecht. Diese Einschätzung teilte auch Ulrich Hummel, der Büroleiter des verhinderten SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Fechner.

Eine Leitung mit einer Bandbreite von 100 Megabit sollen die unterversorgten Haushalte bekommen. Viele werden sich aber mit einer geringeren Bandbreite zufriedengeben, zeigte sich Volker Ackermann, Regiomanager beim Infrastrukturvertrieb Südwest der Telekom, überzeugt. »Das Massenprodukt ist eine 50-Megabit- Leitung.«Viele Kunden begnügten sich auch mit einer Bandbreite von 16 Megabit. Nur ein kleiner Teil greife zur schnellen 100-Megabit-Leitung.

Otmar Ritter, Repräsentant von REIFF MEDIEN, wollte von den anwesenden Bürgermeistern wissen, ob die Gemeinden in der Lage sind, ihren Anteil am Breitbandausbau zu bezahlen. Der Kehler Oberbürgermeister Toni Vetrano und der Nordracher Bürgermeister Carsten Erhardt übten daraufhin Kritik an den Förderkriterien für die Breitbandversorgung. »Wenn die Förderkulisse für die Kehler Innenstadt dieselbe ist wie für das gebirgige Nordrach, dann werden wir auch in 20 Jahren kein schnelles Internet haben«, monierte Vetrano.

Die beiden Bürgermeister belegten ihre Kritik auch mit Zahlen. Auf knapp eine Million Euro schätzte Vetrano die Summe, die Kehl aufwenden muss, um die noch unversorgten Haushalte ans schnelle Internet anzuschließen. Mit 800 000 bis 900 000 Euro sind die Kosten in Nordrach ähnlich hoch. »Die Förderung kann deshalb nicht einheitlich sein«, sagte Erhardt.

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