06.03.2019
Pressespiegel

Die Schlachtordnung wankt

Erstellt von Mittelbadische Presse

Wir leben in einer fantastischen Zeit. Die Digitalisierung, die Automatisierung und die Implikationen der Biotechnologie verändern unsere Gesellschaft in rasanten Innovationszyklen. Ganz vorne steht die Wirtschaft, die ihre Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle auf den Prüfstand stellen muss.

Wir leben in einer fantastischen Zeit. Die Digitalisierung, die Automatisierung und die Implikationen der Biotechnologie verändern unsere Gesellschaft in rasanten Innovationszyklen. Ganz vorne steht die Wirtschaft, die ihre Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle auf den Prüfstand stellen muss.

Man stelle sich einmal die Wirtschaftswelt als spätmittelalterlichen Heeresverband vor. 3,6 Millionen Mann – so viele mittelständische Unternehmen gibt es in Deutschland – in geordneten Reihen. Im kriegerischen Wettbewerb gelten klare Regeln. Nach Abfeuern der Geschütze tritt die vorderste Reihe zum Nachladen nach ganz hinten. Zwischen den Schlachten und in längeren Friedenszeiten bleibt im Idealfall etwas Zeit für technische Innovation. So kommt man vom Stein zum Schwert und von dort zu den Feuerwaffen.

Doch nach Jahrhunderten der linearen technologischen Entwicklung setzen plötzlich schnelle Innovationszyklen ein. Während die hinteren Reihen noch mühsam Musketen und Kanonen laden, steuern die vorderen Reihen moderne Kampfroboter und unbemannte Drohnen. Wehe dem, der nun noch mit der alten Muskete nach vorne tritt. Er wird nicht nur im Kampf unterliegen, sondern im Zweifelsfall auch die Welt nicht mehr verstehen. Was war passiert?

In kürzester Zeit hat sich die Technologie gewandelt. Althergebrachte Lösungen passen nicht mehr zu den Problemen und Anforderungen. Und die Kommunikation von vorne nach hinten hat offensichtlich nicht funktioniert. Der Fehler ist schon gewesen, mit abgeschossener Muskete zurückzutreten und nachzuladen. Richtig wäre gewesen, die Muskete gleich nach dem Abfeuern beiseite zu werfen und sich im nächsten Durchgang mit der IT-Steuerung von Drohnen zu beschäftigen. Dies mag reichlich absurd klingen, aber den aktuellen gesellschaftlichen Verwerfungen kommt dieses allegorische Bild sehr nahe.

Nun gibt es unter diesen 3,6 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland viele, die den Wettbewerb der Technologie längst aufgenommen haben und an vorderster Front den Weltmarkt mit ihren Produkten und Dienstleistungen bereichern. Unter den Unternehmen findet man aber auch solche, die gerade mit abgefeuerter Muskete wieder ins letzte Glied laufen. Jetzt sind dringend Wissenstransfer und Kommunikation gefragt. Noch nie zuvor war der Austausch mit anderen Unternehmen so wichtig wie heute. Voneinander lernen, Augen und Ohren offen halten und schnell handeln.

Gezielte Vernetzung ist strategisch überlebenswichtig. Wohl auch aus diesem Grund wächst der WRO-Wirtschaftsbeirat derzeit so stark wie nie zuvor. Dort findet der Austausch statt, der in Branchenverbänden nicht gegeben ist: weit über die Grenzen des eigenen Geschäftsfelds hinaus. Es ist insbesondere die Kommunikation mit jenen, die mit modernster Technologie in der ersten Schlachtreihe stehen. Heute sind das nicht selten ganz kleine und junge Unternehmen, Start-ups, Existenzgründer und Vordenker. Der Austausch zwischen der »alten « und der »neuen« Welt ist ein Innovationsmotor.

Hinzu kommt die vertrauensvolle Kommunikation mit der Politik. Es gibt Länder, deren Regierungen klare strategische Akzente setzen, die Digitalisierung und Zugewandtheit zur Technologie aktiv fördern. Es gibt aber auch andere Länder, deren Fürsten auf gealterten Schlachtrössern sitzen, den Kampfverlauf vom vermeintlich sicheren Spielfeldrand aus beobachten, selten um gute Ratschläge verlegen sind und aus humanistisch verklärtem Sadismus (neudeutsch: Datenschutz, Gentechnik-Richtlinie und mehr) den eigenen Truppen bürokratische Fußfesseln anlegen.

Für die Weltspitze brauchen wir dringend beide Seiten: Agile Unternehmen und eine Politik, die Wege ebnet. Voraussetzung für das Gelingen ist, dass sich möglichst alle Entscheider der »alten « Welt möglichst viel Zeit für die Auseinandersetzung mit der »neuen« Welt nehmen.

DOMINIK FEHRINGER
Geschäftsführer der
Wirtschaftsregion Ortenau
(WRO)

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