16.11.2012
Pressespiegel

Die große Frage: Wo gibt es Geld?

Erstellt von Lahrer Zeitung

Firmengründer aus Deutschland und Frankreich treffen sich zum Erfahrungsaustausch / Viele Kontakte geknüpft

Von Sabrina Decken Kehl/Straßburg. Kapitalbe­darf, Mikrokredit, Scheck­einlösung, Förderdarlehen ­wer eine Firma gründen möchte, steht vor einem Gebirge voller Aufgaben und weiß oft nicht, an wen er sich wenden soll. In Kehl veranstaltete das französi­sche Beratungsbüro Start Hop deshalb ein grenzüber­schreitendes Gründercafé. Selbstständigkeit bedeutet selbst und das ständig - kein leichtes Unterfangen. Wer das in zwei Ländern, etwa in Deutschland und Frankreich, plant, steht oft vor scheinbar unlösbaren Aufgaben, vielen Regeln - und vor der großen Frage der Finanzierung. Um Unternehmern bei dem Aufbau ihrer Träume zu hel­fen, sie zu vernetzen und ih­nen Ratschläge zu geben, fin­det momentan die Woche des europäischen Unternehmens statt. Initiiert vom Eurodistrikt Straßburg/Ortenau und Stras­bourg europtimist, veranstal­tete das französische Bera­tungsbüro Start Hop in Kehl in diesem Rahmen ein Grün­dercafé. Mit an Bord war auch die Sparkasse Kehl und ihr französisches Pendant Caisse d'Epargne. Die Ideen der 22 teilneh­menden Firmengründer, zehn Deutsche, zwölf Franzosen, sind vielfältig. Voll im Trend: Nachhaltigkeit. Sei es die Wiederverwertung von Palet­ten, Möbeln, Kleidung oder die von Handys - aus Alt mach Neu ist momentan ein beliebtes Geschäftsmodell bei Neugründungen. »Innovativ, kreativ, ökolo­gisch - die Teilnehmer haben viele gute Ideen«, sagte Guy Krummenacker von der Cais­se d'Epargne. Damit meinte er auch den Konditor, der einen Back-Lieferservice mit Cupca­kes und anderen Leckereien aufbaut, die Innenarchitek­ten, die nachhaltig planen wollen, Weinhändler, die Mit­arbeiter eines Übersetzungs­büros, den Coach für deutsch­französische Führungskräfte und den Arzt, der zusammen mit einer IT-Spezialistin ein Programm entwickelt, das an­hand der Blut-Enzymwerte eines Menschen das beste Me­dikament und die optimale Dosierung ermittelt. Sie alle kamen nach Kehl, um ihre Projekte vorzustellen, um sich zu informieren und um Kooperationspartner zu finden - im eigenen Land oder im Nachbarland. Das Motto lautet »Einigkeit ist Stärke« Damit leben sie das Motto der Sparkasse und der Caises d'Epargne, die ihre Zusam­menarbeit unter den Leit­spruch: »Kompetenz - Leis­tung kennt keine Grenzen« und »Einigkeit ist Stärke« ge­stellt haben. Bei den Banken fängt das Problem eines Firmengrün­ders oft schon an: Was muss beachtete werden, wenn man sowohl deutsche als auch französische Kunden hat und auch in beiden Ländern arbei­tet? Und: Wer gibt wann wel­chen Kredit? Darüber informierten die Kundenberater Alexander Kiel von der Sparkasse Kehl und Brigitte Sassard von der Caisse d'Epargne. Kiel verwies darauf, dass es egal sei, welche Nationalität man habe - man bekomme immer dort Geld, wo man die Firma gründe. Das Allerwich­tigste ist: "Sie haben eine Idee, Sie liefern den Business-Plan, Sie müssen uns überzeugen ­dann bekommen Sie einen Kredit." Dann sei entscheidend, ob eine Kapitalgesellschaft, etwa eine GmbH, oder eine Einzel­firma eröffnet werde, erklärte Kiel. Außerdem müsse über­legt werden, ob private oder gewerbliche Kunden bedient würden und welche Art von Kredit benötigt werde. »Ein Konto, das für beide Banken gilt«, wünschte sich ein Teilnehmer. Der Sparkas­sen-Vorstandsvorsitzende Joa­chim Parthon und sein franzö­sischer Kollege Marion­Jacques Berthold lächelten: »Das gibt es momentan noch nicht. Wir arbeiten aber da­ran«, antworteten sie. »Ich hät­te auch nicht gedacht, dass ein Österreicher aus dem Weltall springt bevor wir das grenz­übergreifende Konto haben ­aber die Bürokratie dafür ist enorm«, sagte Parthon. Man brauche dann eine ge­meinsame Bankleitzahl und der Kunde brauche eine Kon­tonummer, die für beide Ban­ken gilt. »Wir strengen uns an«, versprach Parthon. Denn: Diese Kleinigkeit würde vie­len Geschäftsinhabern im Grenzgebiet den Alltag und den Umgang mit ihren Kun­den erleichtern. Dass es gerade beim Thema Geld zu kleineren Problemen kommt, wussten alle Teilneh­mer: Deutsche Kunden zahlen innerhalb von zwei Wochen ­Franzosen innerhalb von 90 Tagen, denn das ist die Frist in Frankreich. Wer deutsche Kunden wirbt, kommt relativ schnell auf den Punkt. In Frankreich zählt das Drumherum, die Einladungen zum Essen, ein gemeinsamer Ausflug viel mehr als in Deutschland. Ein weiteres Problem für deutsche Unternehmer: Fran­zösische Kunden zahlen oft mit Schecks - einem Zah­lungsmittel, das in Deutsch­land immer seltener benutzt wird und mit dem der eine oder andere Firmengründer nicht weiß, wie er damit um­gehen soll. Und was hat die Veranstal­tung den Teilnehmern ge­bracht? »Es war sehr interes­sant, so viele kreative Men­schen zu treffen und ihre Ideen zu hören«, sagte Claris­sa Bieber, Direktionsassisten­tin der Steuerberatungskanz­lei »Hans Associes« aus Straß­burg. Auch wenn sie keine Firmengründerin ist, ist sie begeistert: »Ich habe viele Kontakte mitgenommen, die Veranstaltung war sehr gut or­ganisiert. Bei der nächsten bin ich auch wieder dabei.«

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