25.04.2013
Pressespiegel

»Die Bürger rechtzeitig mit ins Boot holen«

Erstellt von Mittelbadische Presse

Achter und letzter Teil der Serie »40 Jahre Hochschule Kehl«: Rektor Paul Witt spricht im Interview über die Herausforderungen der Zukunft

Seit 2007 ist Paul Witt Rektor der Hochschule Kehl. Zum Abschluss der Serie zum 40-jährigen Bestehen der Einrichtung erklärt er, warum er die Fort- und Weiterbildung stärker ausbauen will und welche Herausforderungen die Zukunft bereithält. VON TANJA PROISL Die Geschichte der Hochschule Kehl begann vor 40 Jahren mit 186 Studenten, heute sind es bereits mehr als 1000... PAUL WITT: Ja, die Hochschule ist beliebt. Auf einen Studienplatz in unserem Bachelorstudiengang »Public Management« kommen sieben Bewerber. Die jungen Menschen sind keine Studenten im eigentlichen Sinne, sondern Beamte auf Wiederruf. Sie erhalten Bezüge. Monatlich sind das rund 1000 Euro. Das macht das Studium lukrativ. Inzwischen gibt es an der Hochschule Kehl auch drei Masterstudiengänge. Bekommen die Studenten in diesen Studiengängen auch Bezüge? WITT: Nein, während der Bachelorstudiengang ein interner Studiengang ist, sind die Masterstudiengänge externe. Die Studenten werden nicht bezahlt, sondern müssen Studiengebühren bezahlen. Einer meiner Zukunftspläne für die Hochschule ist die Fort- und Weiterbildung stärker auszubauen, um dadurch den Absolventen mehr Möglichkeiten zur Weiterbildung und Qualifizierung zu bieten. Diese Angebote können auch fremde Studenten, die ihr Bachelorstudium nicht in Kehl gemacht haben, nutzen. Sie sind also für alle offen. Der Bedarf für diese Angebote ist auf jeden Fall groß. Warum? WITT: Damit die Studenten ihr Wissen vertiefen und Schwerpunkte setzen können. Unsere Bachelorabsolventen sind berufsfertig, können aber noch viel dazu lernen. Mit den Angeboten passen wir uns auch an Veränderungen an. Stuttgart 21 hat gezeigt, wie wichtig es ist, Bürger über Großprojekte zu informieren und rechtzeitig mit ins Boot zu holen. Die Herausforderung ist es, den Spagat zwischen repräsentativer und unmittelbarer Demokratie zu schaffen. Deshalb hat die Führungsakademie Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit den Hochschulen für öffentliche Verwaltung in Ludwigsburg und Kehl einen Lehrgang zum Thema »Bürgerbeteiligung« organisiert. Es ging darum, wie man den Bürgern Informationen über Projekte vermittelt. Fort- und Weiterbildungsangebote benötigen aber auch Kapazitäten... WITT: Die Hochschule Kehl verfügt über Experten aus allen Verwaltungsrichtungen. Vertiefende Angebote sind also kein Problem. Die Kosten können wir durch Teilnehmergebühren decken. Da wir wahrscheinlich keine Mittel vom Land bekommen, muss die Hochschule einen Finanzierungsanschub leisten, beispielsweise für einen Fortbildungsreferenten, der sich um die Organisation kümmert. Schwierig ist es, den Kollegen zu vermitteln, dass sie Fortbildungen betreuen sollen. Da bedarf es Überzeugungsarbeit. Thema Masterstudiengänge: Was ist für die Zukunft geplant? WITTE: Momentan laufen Gespräche mit der Hochschule Offenburg über einen Masterstudiengang »Öffentliche Unternehmen und Beteiligung«. Angedacht ist, dass wir das juristische Wissen vermitteln und die Hochschule Offenburg das betriebswirtschaftliche. In den vergangenen 40 Jahren hat die Hochschule Kehl zahlreiche Kontakte in andere Länder aufgebaut... WITT: Ja, die Internationalisierung ist auch ein Zukunftsthema. Wir wollen die Auslandskontakte bündeln und eine Bestandsaufnahme machen, welche Kooperationen gut laufen und welche weniger. Dabei geht es auch um die Frage: »An welchen Kontakten haben wir und das Land Interesse?« Das Land hat zum Beispiel den Donauraum, also die Donau-Anrainerstaaten, im Visier. In den Verwaltungen dieser Länder gibt es große Unterschiede. Die Idee der neuen Regierung ist, hier strategisch in eine Richtung zu gehen. Welche Herausforderungen sehen Sie in Zukunft? WITT: Auch öffentliche Verwaltungen werden es schwer haben, den Bedarf an Fachpersonal im kommunalen Bereich zu decken. Von den 550 Absolventen der beiden Hochschulen in Kehl und Ludwigsburg gehen nur rund 450 in den baden-württembergischen Arbeitsmarkt. Dem stehen mehr »Wir wollen eine gleich berechtigte Hochschule mit Forschung und Weiterbildung werden.« als 500 Pensionierungen gegenüber. Umso wichtiger ist es, dass wir mehr junge Menschen ausbilden. Deshalb haben wir für mehr Studienplätze gekämpft, die wir ja auch bekommen haben. Eine weitere Herausforderung ist die Öffnung nach außen. Wir wollen eine gleichberechtigte Hochschule mit Forschung und Weiterbildung werden, die als Besonderheit den internen Bachelorstudiengang hat. Wir haben bei der Hochschulrektoren-Konferenz einen Antrag auf Aufnahme gestellt. Wenn wir aufgenommen werden, würden wir leichter Forschungsgelder bekommen und könnten leichter Studiengänge konzipieren. Es würde vieles einfacher machen.

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