01.02.2013
Pressespiegel

Die BFAL hat Insolvenz angemeldet

Erstellt von Badische Zeitung

Gestern Morgen hat Geschäftsführer Axel Grossmann den schweren Gang zum Amtsgericht in Offenburg angetreten

LAHR. Am gestrigen Vormittag hat Axel Grossmann, Geschäftsführer des Black Forest Airport Lahr (BFAL), beim Amtsgericht Offenburg Insolvenz angemeldet. Der Schritt war aufgrund der offensichtlichen Zahlungsunfähigkeit unvermeidlich geworden. Seit Tagen war ein geregelter Flugbetrieb nicht mehr möglich (wir berichteten). Die englische Investmentfirma Integeral mit Sitz in London, die im vergangenen Sommer die BFAL-Muttergesellschaft Flughafen Lahr Beteiligungen GmbH übernommen hatte, war ebenso wenig in der Lage, die benötigten Finanzmittel bereitzustellen wie deren strategischer Partner, die nigerianische Firma BSM International Petroleum Refinery and Petrochemicals Limited. Ende vergangener Woche noch hatte Grossmann mitgeteilt, er habe aus London glaubhafte Dokumente erhalten, denen zufolge unmittelbar „Geld in hinreichender Menge" aus Nigeria unterwegs sei. So glaubhaft schienen die Dokumente nicht gewesen zu sein. Die Lage hatte sich in den vergangenen Tagen immer weiter zugespitzt. Den sogenannten „Notams" (Notices to Airmen, mit anderen Worten: den wichtigen Änderungen für einen geordneten Flugverkehr) für den Lahrer Flughafen war gestern zu entnehmen, dass ein Instrumentenflug nicht mehr möglich war, die Kontrollzone war ebenso dicht wie die Tankstelle auf dem Flugplatz. Der Mineralöllieferant hatte die Tankstelle abgeschlossen. Zuvor schon war der Instrumentenflug nur noch zeitweise gewährleistet, weil Mitarbeiter zu Hause blieben, nachdem ihnen der Lohn vorenthalten worden war. Zuletzt war nur noch Sichtflug möglich. „Heute ist meine Geduldsfaden gerissen", sagte Grossmann der Badischen Zeitung. „Ich habe zuletzt keine Chance mehr gesehen. So weitermachen konnte ich nicht mehr. Ich muss auch an mich denken." Nach Informationen der Badischen Zeitung wurde die Freiburger Kanzlei Dr. Pantaleon genannt Stemberg/Dr. Nehrig & Weis zum Insolvenzverwalbestellt. Ob es zu einer geregelten Insolvenz kommt, schien gestern noch offen. Nach unbestätigten Informationen soll der Insolvenzverwalter gefordert haben, dass bis heute Mittag 200.000 Euro auf dem Konto gutgeschrieben werden, damit das Verfahren überhaupt eröffnet werden kann. Es geht dabei anscheinend um die noch ausstehenden November-Gehälter. Ganz hat Grossmann die Hoffnung noch nicht aufgegeben: „Ich werfe die Flinte noch nicht ins Korn. Man kann die Fuhre noch auf dem abschüssigen Weg auffangen, wenn doch noch Geld überwiesen wird." Vorerst aber sieht er nach dem gestrigen Schritt eine gewaltige Last von seinen Schultern genommen. „Das persönliche Risiko für mich als kleiner Geschäftsführer war unangemessen." Unklar ist derzeit die Auswirkung der vorläufigen Insolvenz auf die Genehmigungslage. Konkret: Was passiert im Fall einer Insolvenz mit der Fluglizenz? Grossmann: „Schlimmstenfalls geht sie verloren." Erste Gespräche hat er bereits mit dem Regierungspräsidium geführt. Über den Inhalt wollte er gestern nichts sagen. „Es ist hier etwas anderes, als wenn eine Imbissbude Pleite geht. Da kann ich den Grill abstellen. Hier wird es eine schwierige Abwägung geben." In einer ersten Stellungnahme nannte Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller die Nachricht über den Insolvenzantrag „bedauerlich". Er bekundete seinen Respekt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich so lange in Geduld geübt hatten. Aufgrund der Hängepartie der vergangenen Wochen war die Insolvenz aber absehbar. Entgegen üblicher Gepflogenheiten hatte Müller in seiner Neujahrsansprache seinem Unmut über die Entwicklung auf dem Flugplatz unmissverständlich Luft gemacht: „Was die neuen Eigentümer der Betreibergesellschaft bislang gezeigt haben, ist nicht rühmlich. Tritt hier keine positive Bewegung ein, werden wir ein von uns gesteuertes Ausschreibungsverfahren initiieren, um die Chance zu erhalten, einen soliden Betreiber zu finden." Gestern unterstrich der Oberbürgermeister gegenüber der Badischen Zeitung, die Stadt Lahr sei als neue Eigentümerin der Flugbetriebsflächen glücklicherweise in der Position, das Verfahren selbst in die Hand zu nehmen: „Wir werden international ausschreiben und sind dann selbst in der Lage zu entscheiden, wem wir die für die Stadt wichtige Infrastruktureinrichtung anvertrauen." Ganz in Schwarz wollte auch er nicht malen: „Es besteht ja noch die Chance, dass die Eigentümer Geld beibringen."

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