02.10.2012
Pressespiegel

Der große Traum von der Tram

Die Zeichen stehen offenbar nicht schlecht, dass bereits 2015 zwischen Kehl und Straßburg die Straßenbahn verkehrt

KEHL/STRASSBURG. Geht alles nach Plan, könnte bereits im Jahr 2015 die Straßburger Straßenbahn („Tram") über eine noch zu bauende Brücke bis zum Kehler Bahnhof durchfahren. Eine Studie soll in den kommenden Mona­ten die Kosten-Nutzen-Relation ermit­teln, immerhin ergäbe sich für die deut­sche Seite ein Betrag von etwa 30 Mil­lionen Euro. Macht demnach ein Gleis­bau Sinn, und beteiligen sich Bund und Land an den Kosten, steht einem Neu­bau nichts mehr im Wege. Im besten Fall könnte sogar bereits weitere zwei Jahre später die Tram-Linie bis zum Rat­haus verlängert werden.

„Ich sage nicht, dass sie 2015 kommt, aber ich sage, dass es nach den derzeiti­gen Planungen möglich ist, dass 2015 die Tram erstmals auf Kehler Gemarkung fah­ren wird", so Kehls OB Günther Petry auf Anfrage. In den kommenden Monaten werden die letzten wichtigen Entschei­dungen gefällt: Gebaut werde dann, wenn die Finanzierung durch die öffentli­che Hand, Bund und Land, gesichert sei. Wenn nicht, werde die Stadt Kehl aus dem Vertrag mit der Stadt Straßburg aus­steigen — problemlos aussteigen können: „Das ist mit den Straßburgern so verein­bart." Auch die Nachbarstadt „kann aus­steigen, wenn sie das Pro­jekt nicht finanzieren kann".

Die Rede ist von Ge­samtkosten in Höhe von 70 Millionen Euro, der deutsche Anteil läge nach den letzten Berechnungen bei rund 30 Millionen. Petry: „Wir hoffen auf eine Finanzierung durch Bund und Land in Höhe von etwa 70 Pro­zent." Was bedeuten wür­de, dass die Stadt Kehl OB Günther dann noch rund zehn Millionen Euro selbst schultern müsste. Das wäre für die Stadt gut zu stemmen: „Wir haben bereits eine Rücklage in Höhe von fünf Millionen Euro gebildet. Die übrigen Kosten würden wir auf die kommenden drei bis vier Jahre verteilen." Kehl würde sich mit dieser Investition bestimmt nicht verheben: „Zehn Millionen Euro bedeu­ten zwar ein großes Projekt, aber kein zu großes." Die Beteiligung am Weiterbau einer auf Straßburger Seite längst bestehenden Tramli­nie „wäre für die Stadt kein größeres finanzielles Un­ternehmen als jenes, das wir zur Landesgartenschau gemacht haben".

Die Stadt Straßburg, so ist ausgemacht, käme für die Verlängerung der Linie von der heutigen Endhalte­stelle „Aristide Briand" im östlichen Straßburger Vier­tel Neudorf über die Halbinsel Citadelle und das Vaubanbecken bis zum Rhein auf, die Stadt Kehl für den Gleisbau vom östlichen Rhein-Ufer bis zum Kehler Bahnhof. Die neue Brücke, die nördlich der Europabrücke zu bauen wäre, würde von beiden Partnern zu gleichen Teilen bezahlt. Die Verlängerung von „Aristide Briand" bis zum Bahnhof hat eine Länge von 2,65 Kilometern. Auf Kehler Seite würde die Tram nach „Betreten" deut­schen Bodens einen Schwenk hin auf den bestehenden B-28-Mittelstreifen ma­chen. Vom Bahnhof könnte die Tram dann — nach dem zweiten Bauabschnitt ­an der Geiger-Kreuzung einen weiteren Schwenk nach rechts in Richtung Rathaus nehmen, wo die Endhaltestelle eingerich­tet würde. Das muss aber nicht immer so bleiben: Für Petry ist eine spätere Verlän­gerung in Richtung Sundheim denkbar.

Zunächst aber heißt es die Ergebnisse einer Studie abzuwarten, die die vermut­lichen Kosten dem vermutlichen Nutzen der Straßenbahnlinie gegenüberstellt. Diese „standardisierte Bewertung" wird auch auf die mögliche CO2-Einsparung und die Belastung der Anwohner einge­hen und Aussagen machen zu den Fahr­gastzahlen. Das Ergebnis könnte um die Jahreswende vorliegen, ehe die zuständi­gen Stellen die Bewertung vornehmen. Petry ist ganz Optimist: „Ich gehe davon aus, dass der Nutzen größer ist als die Kos­ten. Dann wäre die Fördervoraussetzung gegeben und der Gemeinderat könnte den Baubeschluss fassen." Eine Grund­satzentscheidung hat er längst mit großer Mehrheit getroffen. Hernach würde beim Regierungspräsidium das Planfeststel­lungsverfahren beantragt, das etwa ein Jahr dauern dürfte. 2014 und 2015 könn­te dann gebaut werden. „Ich rechne mit einer Bauzeit von zwei Jahren."

Petry ist vom Sinn der Tram voll und ganz überzeugt — vor allem die Bewohner beider Städte würden profitieren: Die ver­kehrliche Erschließung könnte die Ent­wicklung des entlang der neuen Linie ent­stehenden neuen Straßburger Stadtvier­tels beschleunigen, der Auto-Verkehr zwischen Straßburg und Kehl — derzeit bis zu 40 000 Fahrzeuge am Tag — könnte deutlich abnehmen, die jeweils andere Innenstadt wäre einfacher zu erreichen.

Petry ist überzeugt, dass die Tram-Linie keine Einbahnstraße gen Straßburg wür­de: „Warum wohl sonst wohnen heute schon 2000 Straßburger in Kehl?"

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