22.01.2013
Pressespiegel

„An eine weitere Messe-Halle denken"

Erstellt von Acher-Bühler-Bote

Neuer Messe-Chef will freche Themen und Rendite / „Regio-Moto-Classica" abgeschafft

Offenburg (slr). Er hat in Husum die weltweit größte Windmesse in Schwung gebracht, kennt sich als Unternehmensberater aus und hat auch mit der Offenburger Messe einiges vor: Hanno Fecke ist seit Oktober als designierter Offenburger Messechef aktiv und wird das Amt des Geschäftsführers zum 1. April von Werner Bock übernehmen, der in Ruhestand geht. Im Interview sprach über die Zukunft des Messegeschäfts und den Standort Offenburg. Herr Fecke, Sie kennen die Messe Offenburg-Ortenau jetzt seit gut drei Monaten - wie ist ihr erster Eindruck? Fecke: Das war eine Druckbetankung für mich. Und dieser Begriff entspricht auch dem, was hier in Offenburg passiert. Es ist eine extrem bunte, vielfältige Messegesellschaft, die Veranstaltungen in einer Bandbreite bietet, die ich so noch nicht kannte. Nehmen wir nur mal ein Wochenende: Zunächst war ich bei den Freestyle-Eis-Skatern, parallel lief Dornröschen in der Oberrheinhalle, am nächsten Morgen folgte der Neujahrsempfang der Stadt, während parallel der Aufbau für „Wetten dass..?" lief. Beschreiben Sie die Vorzüge des Messestandorts Offenburg. Fecke: Ich kenne Offenburg ja noch vom Durchreisen aus meiner Studienzeit vor 20 Jahren - da war das ein militärgeprägtes und ziemlich verschlafenes Nest. Das hat sich massiv und beeindruckend gewandelt. Auch in die Messe wurde richtig Geld investiert -wie ich finde sehr behutsam und geschmackvoll, vor allem aber multifunktional. Das macht den Standort aus. Hier sind alle Veranstaltungen möglich bis zur TV-Produktion. Hinzu kommt die Stadtnähe, die so eher selten ist. Und nicht zuletzt die Trinationalität - wir schauen bei der Entwicklung der Fachmessen immer auch in Richtung Frankreich und Schweiz. Haben Sie auch schon Verbesserungsbedarf ausgemacht? Fecke: Wir spielen hier in der zweiten Messe-Bundesliga, was für eine Stadt von der Größe Offenburgs durchaus eine Ehre ist. Aber mit einer Messe-Infrastruktur ist es so, wie in der Endlosschleife bei einem Pferderennen - da hat mal das eine, mal das andere die Nase vorn. Das ist eine große Herausforderung. Wir haben in Offenburg auf der Ostseite des Messeareals eine hervorragende Infrastruktur. Aber auf der Westseite hinken wir hinterher - etwa bei den Leichtbauhallen drei und vier. Auch das Thema Parkplätze müssen wir weiterentwickeln. Und es fehlt uns Platz im Verwaltungssegment. Ihr Vorgänger Werner Bock, der offiziell noch bis Ende März im Amt ist, hat zuletzt auch öffentlich auf eine zusätzliche Halle gedrungen, weil die Messe an ihren Kapazitätsgrenzen angelangt ist und schon Angebote ablehnen musste. Fecke: Wir sind tatsächlich in einer Situation, in der die große Bandbreite auch viele Angebote mit sich bringt. Wir müssen schon jetzt Prioritäten setzen und können nicht jedem Veranstalter zusagen. Wir haben ja auch noch Kulturbetrieb - mit mehr als 25 Veranstaltungen im Jahr, die wir sehr langfristig planen müssen. Aber wenn ich in einer Halle Kulturbetrieb habe, dann kann ich da keinen Fachkongress machen. Und wenn in der Baden-Arena eine TV-Produktion läuft, fällt das Haus drei Wochen weg - und das in der Hochsaison. Zudem wird es oft zeitlich eng. Wir werden auch einmal bewerten müssen, was wir alles nicht machen können. Es wird sicher sinnvoll sein, über eine weitere Halle nachzudenken. Ich denke, der richtige Moment dafür ist in der nächsten Legislaturperiode. Herr Bock hätte seinen Abschied gerne mit einer schwarzen Null verbunden, wie sie in einem Eurocheval-Jahr wie 2012 angestrebt wurde. Ist das in Reichweite? Fecke: Ob es 2012 zur schwarzen Null gereicht hat oder nicht, können wir noch nicht sauber beantworten. Die Bilanz gibt es im April. Aber wenn es eine schwarze Null gibt, ist es nicht an mir, das zu verkünden. Dann wird das eine Bock-Party. Wir sind meines Erachtens aber mittelfristig fähig, Gewinne zu erwirtschaften. Ein Sorgenkind sind bundesweit die Verbrauchermessen - auch die Oberrheinmesse macht keine Ausnahme. Welche Zukunft geben Sie dem Offenburger Flaggschiff? Focke: Das Geschäft ist schwierig geworden. Wir haben die Generation Facebook, die demografische Entwicklung und durch das Internet ein massiv verändertes Einkaufsverhalten. Aber wenn es um das Dienstleistungssegment und am Ende um Vertrauen geht, ist der persönliche Kontakt von besonderer Bedeutung. Nicht zuletzt zählt auch das haptische Erlebnis: Wie fühlt sich ein Produkt an, wie sieht es aus, wie riecht es? Da sie all das im Internet nicht erleben können, bleibt hier die Existenzberechtigung für die Messe. Unsere Verbraucherausstellungen werden sich aber verändern. Wir werden einen stärkeren Event-Charakter haben und tiefer ins Detail gehen müssen. Was auffällt beim Blick auf den Messekalender 2013: die Regio-Moto-Classica taucht nicht mehr auf. Ursprünglich sollte sie nach 2011 aus wirtschaftlichen Gründen noch alle zwei Jahre veranstaltet werden - kommt die beliebte Oldtimermesse jetzt ganz unter die Räder? Fecke: Ja, das ist leider so. Die Regio-Moto-Classica ist en Spezialthema, das es nicht schaffte, eine Rendite zu erwirtschaften. Hinzu kamen immer wieder Terminschwierigkeiten. Die Rendite ist aber eine Voraussetzung für die sinnvolle Umsetzung einer Messe. Man hat das über viele Jahre versucht, auch mit Sonderschauen. Es ist nicht gelungen. Vielleicht können wir Elemente der Regio-Moto-Classica einbinden in die Oberrheinmesse. Wo wollen Sie Akzente setzen? Fecke: Viel will ich noch nicht verraten. Aber es wird in Offenburg kreative, neue Messeprojekte geben - auch mit frechen Themen. Zum Schluss: Wie ergänzen Sie den Satz „Als Chef bin ich..."? Fecke:... Coach. Das heißt, dass ich nicht den Karren ziehe, sondern steuernd eingreife. Ich glaube auch, dass das Potenzial nicht beim Chef, sondern bei den Mitarbeitern liegt.

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