11.04.2014
Pressespiegel

„Jahrhundertchance” für Gengenbach

Erstellt von Badische Zeitung

Nordracher Traditionsunternehmen verlegt Firmensitz aufs frühere Hukla-Areal / Standort beim Kreisverkehr an der Nordspange

VON UNSEREM REDAKTEUR HUBERT RÖDERER. GENGENBACH/NORDRACH.

Die im Maschinenbau tätige, weltweit agierende Junker-Unternehmensgruppe, seit der Gründung vor 52 Jahren in Nordrach ansässig, verlegt ihren Firmensitz nach Gengenbach. Das gaben Firmeninhaber Erwin Junker und Gengenbachs Bürgermeister Thorsten Erny am Donnerstagnachmittag bekannt. Junker wird am nördlichen Stadtrand auf 2,5 Hektar ein neues Gebäude errichten, das zudem als Akademie dienen soll. Gesamtkosten: rund 15 Millionen Euro. Bis zu 300 Mitarbeiter wird Junker in Gengenbach beschäftigen. Die Junker-Gruppe ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer in der Herstellung von Hochgeschwindigkeits-Schleifmaschinen.

Das Unternehmen, 1962 in Nordrach von Erwin Junker „aus dem Nichts gegründet", bietet Lösungen aller Art, von der Einzelmaschine bis zur kompletten Produktionslinie in nahezu allen Bereichen der Präzisions-Schleifbearbeitung. Die Kundschaft sitzt in der ganzen Welt, zu ihr gehören Unternehmen wie General Motors und VW, Ford und Bosch. Auch auf dem chinesischen Markt finden sich Produkte aus Nordrach und aus Tschechien, denn auch hier ist Junker mit einem Werk vertreten.

In Nordrach arbeiten 400 Menschen, im Nachbarland 800, zur Gruppe gehören somit 1200 Mitarbeiter, die zuletzt einen Jahresumsatz von 230 Millionen Euro erwirtschafteten. Seit Längerem schon sei ihm klar, sagt Erwin Junker, dass Nordrach kein idealer Standort mehr sei für ein Weltunternehmen, so bedauerlich das für ihn als Ehrenbürger seiner Heimatgemeinde sei. Die Gemeinde sei für die internationale Kundschaft verkehrlich nur schlecht zu erreichen: „Kommt ein Amerikaner nach Deutschland, dann kommt er über Frankfurt und Offenburg noch gut nach Biberach.

Doch von dort nach Nordrach zu gelangen, sei sehr schwierig. Zudem seien auch Gastronomie und Einzelhandel nicht das, was Geschäftspartner aus aller Herren Länder erwarten. Also trage er sich schon lange mit dem Gedanken, sich anderswo niederzulassen. Ausgeguckt habe man zunächst das Nachbarstädtchen Zell am Harmersbach, doch die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung beziehungsweise mit Bürgermeister Moll seien nicht förderlich gewesen.

So habe man am 14. November bei der Stadtverwaltung in Gengenbach angeklopft und bei Bürgermeister Erny und dem Leiter der Wirtschaftsförderung und Chef der Zentralverwaltung, Franzjosef, Ahne, offene Türen eingerannt. Man sei sich rasch einig geworden, dem Unternehmen ein attraktives, in städtischer Hand befindliches Grundstück zur Verfügung zu stellen. Es befindet sich am nördlichen Ende des einstigen Hukla-Areals. beim dortigen Kreisel, der die Kreisstraße mit der Nordspange in Richtung B 33 verbindet. Es handelt sich um den sogenannten Hukla-Holzlagerplatz.

Bürgermeister Erny freute sich am Donnerstag vor der Presse riesig, zwei Jahre nach der Schließung von Hukla eine „Jahrhundertchance" zu bekommen. Der Gemeinderat habe der Vergabe des Grundstücks zugestimmt. Am Mittwoch sei bereits der Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplanes erfolgt. Auf dem 2,5 Hektar großen Areal sind ein fünfgeschossiger Verwaltungstrakt, eine Halle für die Endmontage (50 mal 22 Meter), Restaurant, Hotel und ein Akademiegebäude vorgesehen. Sein Unternehmen, sagt der 83-jährige Patriarch, expandiere immens, dieses Wachstum in einer immer hochspezialisierteren Branche wolle er nutzen, die eigenen Mitarbeiter selbst auf hohem Niveau weiterzubilden, ob das Techniker sind oder Ingenieure.

Auch die Kunden sollen dort mit den Junker-Produkten vertraut gemacht werden. Eine gleiche „Akademie", wie Junker die Aus- und Weiterbildungsstätte in Anlehnung an die bekannten Fußballschulen nennt, bestehe schon in Tschechien. Gleichwohl lege man auch Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit den Hochschulen in Karlsruhe und Offenburg. Auf dem Verwaltungsgebäude werde zudem 300 Parkplätze und ein Hubschrauberlandeplatz eingerichtet. Helikoptereinsätze seien laut Junker inzwischen angesichts der „oft verstopften" Straßen unabdingbar, um schnell von A nach B zu kommen. Er selbst, in Bühl zu Hause, nutze den Hubschrauber längst, um nach Nordrach zu kommen. Junker schätzt, dass in Gengenbach rund 300 Arbeitsplätze entstehen —ähnlich viele werden in Nordrach abgebaut.

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