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Metallverarbeitung MetallverarbeitungVom Uhrwerk zum KugellagerDas Kinzigtal in der Wirtschaftsregion Offenburg/Ortenau ist die Perlenkette der südwestdeutschen Präzisionstechnik. Gleich hinter Offenburg reihen sich die Musterbetriebe entlang der Bundesstraße 33 auf. Bis auf die Baar im Schwarzwald reicht das Cluster, das zu einem der bedeutendsten seiner Art in ganz Europa gehört. Aus den einfachen Handwerksbetrieben im Kinzigtal wurden nach Ende des Zweiten Weltkriegs tüchtige Lohnfertiger, die für die Industrie Metall bearbeiten. Einer von ihnen ist die Leipold-Gruppe in Wolfach mit 650 Mitarbeitern. Gleichfalls nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine Fabrik für Wälzlager aufgebaut. Daraus ist der wichtigste Arbeitgeber der zweitgrößten Stadt in der Ortenau geworden: Ina Schaeffler in Lahr. Aber das Ortenauer Metallverarbeitungs-Cluster zieht auch Konzerne an: Der Automobil-Zulieferer Luk hat Werke in Sasbach und Kappelrodeck, in Offenburg hat sich der Hiwin-Konzern angesiedelt, Foboha produziert in Haslach unter anderem Drehteller, auf denen Nassrasierer hergestellt werden, und die Nockenwellen für Ferraris stammen ebenfalls aus Haslach von Neumayer Tekfor. Kleine und mittlere Betriebe bestimmen den WirtschaftsraumFür rund 70 Ortenauer Industriebetriebe mit insgesamt fast 8.500 Beschäftigten steht die Werkstoffgruppe Metall im Mittelpunkt der unternehmerischen Aktivität. Geht man von der regionalen Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus, stellt die Ortenauer Metallbranche allein einen Beschäftigtenanteil von 6,6 %. Dies entspricht einer Gesamtzahl von rund 9.900 Beschäftigten. Im Vergleich hierzu sind die Durchschnittswerte im Land Baden-Württemberg mit einem Beschäftigtenanteil von 3,9 % bzw. im Bund mit 2,9 % niedrig. Vom Teilehersteller zum Komponenten- und Systemzulieferer"Mechatronik" ist ein wichtiges Schlagwort, wenn Unternehmer aus der metallverarbeitenden Industrie nach technologischen Perspektiven in ihrer Branche gefragt werden. Mechatronik, also die Verknüpfung von Metalltechnik, Elektronik und EDV, erlaubt insbesondere den Automobilzulieferern in der Metallindustrie die Erschließung neuer Geschäftsfelder. Darüber hinaus sichern sich auch Mittelständler durch die weltweite Kooperation mit Partnerunternehmen oder gar die Neuansiedlung von Betriebsstätten im Ausland (Osteuropa/Ostasien) ihren Anteil am weltweiten Wachstum. WRO-BranchenspecialPräzisionstechnik aus der Ortenau – Die Nummer 1 in Europa |
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